... die Leute vom "Guinness Buch der Rekorde" wollen nicht nur das kleine Schachbrett, sondern auch noch die dazu passenden Schachfiguren im "Staunton-Wettkampf-Design" (König als größte Figur knapp 72µm hoch und 30µm im Durchmesser), sowie eine Vorrichtung, um die zu bewegen
Zum "Bewegen" baue ich auf die Schnelle einen 3-Achs-Mikropositionierer mit meinen "PiezoLegs" auf - die können 150nm pro "Schritt" und einen 23mm Verfahrweg.
Für die "einfachere" Herstellung des Schachbrettchens probiere ich was mit "Schrumpffolie" aus - wenn ich die dünn schwarz lakiere und mit einer Feldgröße von 0.75x0.75mm lasere (750x750µm mit einem 10µm großen Laserspot gut machbar) ... und dann im Backofen bei 250°C "Schrumpfen" lasse, wird die vorher 0.3mm dicke Schrumpffolie in XY um Faktor 2.5 kleiner - also um 300x300µm und dafür dann 2mm dick(!) also ein "Türmchen" mit dem Spiefeld obendrauf.
Die Schachfiguren lassen sich so nicht "schrumpfen" und mit dem 10µm großen Laserspot wird das bei 30µm oder weniger Figuren-Durchmesser schon etwas "klobig".
Hab' jetzt mitbekommen, daß die "Nanoscribe 2-Photonen-Rekombinations" UV-Resin-3D-Drucker mit einer "Voxel"-Größe von um 20nm nicht, wie ich dachte, das UV-Resin mit UV-Licht aushärten, sondern mit "NIR"-Laserlicht von laut Info 980nm Wellenlänge!!!
Der Faserlaser mit 1064nm sollte noch nahe genug dran sein, um da auch was machen zu können -- man braucht dafür einen Spot mit einer Energiedichte-Verteilung nach einer Gaußschen Kurve und so wenig Leistung, daß im Spot-Rand bis weit zur Mitte hin nichts passiert -- und dann nur genau in der Mitte ("Spitze" der Gauß-Kurve) die Wahrscheinlichkeit, daß 2 Photonen ein Resin-Molekül gleichzeitig treffen, nicht mehr 0 ist.
Ich probier dann mal was mit dem Faserlaser und den UV-Resin-Vorräten, die ich noch da habe aus.
Das Scanfeld bei der Mikro-Optik mit dem knapp 10µm-Spot ist max. 6x6mm groß und die maximale Energiedichte entsprocht ungefähr einem 1-2kW-Faserlaser - da ist selbst bei nur 1% Leistungs-Einstellung die Energiedichte noch so groß, daß ich das auch noch über die Puls-Länge vermutlichg auf unter 10ns "runterfahren" muß. Mals schauen, ob das wie gedacht funktioniert -- und was ich im Erfolgsfall damit dann als "kleinstes Voxel" hinbekomme ... die XY-Auflösung der Scanner sollte mehr als ausreichen - eine gleich große Auslenkung wie bei der 110x110mm-Optik, welche da ein 25x5mm Quadrat lasert, macht durch die Mini-Optik den 6x6mm max. Scanbereich - also gleiche prozentuelle Auflösung wie bei 25mm auf 6mm "runterfokussiert"
Für die "mechanische" Umsetzung in Z werde ich das wohl manuell mit der Z-Hubachse eines Keratoms machen -- die Z-Achse vom Laser hat als kleinsten Schritt 10µm ... die "Klick-Rastung" des Keratoms macht pro "Klick" 5µm ... und ich kann noch relativ einfach die Mitte zwischen zwei Klicks einstellen, was dann einen Hub von 2.5µm machen würde.
Hier ein Test-Aufbau des PiezoLeg-3-Achsers noch ohne den Z-Galgen für die Aufnahme der Figürchen (Kapillare mit Ansaugen/Absetzen) -- der schwarze Punkt auf der "X-Achse" würde ungefähr dem Bewegungsbereich für Schachbrett entsprechen - die Keramik-Achsen sind 4x3mm (BxH):
3 PiezoLegs - 2.png
-- und hier der komplette Keratom-Aufbau, von dem ich dann nur die Z-Achse mit dem "Klick"-Rad untendrunter brauche - das kleine UV-Resin-Becken kommt dann auf das obere Ende des Schlittens und wird dann pro "Klick" um 5 oder 2.5µm (wenn "zwischen den Klicks") abgesenkt, um die nächste Schnitt-Ebene auszubelichten. Beim König mit knapp 72µm Höhe wären das dann entweder 141 "Schnitt-Ebenen" oder 282, wenn mit halber Auflösung ... Alles schön manuell, also mit Abhak-Liste, damit ich keine auslasse:
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