weil die "Beamtables" mittlerweile wieder zunehmend beliebter werden
und einige Interesse daran haben solche Projektoren (nach) zu bauen,
möchte ich auch ein Projekt vorstellen. Vielleicht gibt es dadurch ja ein paar Ideen für zukünftige Projektoren.
Ausgangslage waren 2 aufgekaufte Sateliten mit den Maßen Länge: 150cm, Breite: 55cm, Höhe: 42cm
Ursprünglich waren dort Coherent Purelight´s drin, welche leider nicht mit verkauft wurden.
Der Umbau war bereits Anfang 2013 und es existieren nicht sehr viele Fotos davon,
darum versuche ich alles bestmöglich zu erklären.
Zunächst wurden die optischen Bänke (L: 80cm, B: 35cm), die PCAOM´s und sämtliche Elektronik, Spiegel außerhalb der optischen Bänke etc. entfernt
Komplett geschlachtet wurde auch das Gehäuse zerlegt.
Die Bodenplatte und Rahmenteile wurden auf ein Gehäusemaß von L:85cm, Breite: 45cm zugeschnitten. Die Höhe blieb bei 42cm.
Die schwarz eloxierten Wände waren überdimensioniert (fast schon so dick wie die Bodenplatte).

Darum wurden dünnere neue hergestellt. Das fertige Gehäuse ist nun links und rechts 2,5cm größer als die optische Bank und 7 cm breiter.
Die Breite wurde absichtlich etwas größer ausgelegt, damit man auch noch genug Platz hat die feinjustierbaren Spiegel einzustellen.

Dann begann der Zusammenbau. Die ursprünglichen DMX Karten wurden wieder eingebaut, Netzteile wurden durch neue ersetzt.
Ursprünglich waren keine Galvos drin, also wurden noch Treiber etc. montiert.
Die optischen Bänke waren nicht absolut identisch und auch nicht gespiegelt aufgebaut.
Grund hierfür war wohl, dass die Gewinde-Bohrungen in den verwendeten Grundplatten der optischen Bank unterschiedliche Abstände hatten.
Eine optische Bank wurde als "Soll" deklariert.
Auf dieser wurden die ersten beiden Strahlschalter und die damit angesteuerten Dichro- und Spiegelhalter entfernt.
Der Grund ist recht einfach: Die optischen Bänke sollen durch Gaslaser via Glasfaser gespeist werden.
Die Faserauskopplung braucht auch ein klein wenig Platz und es bleiben noch mehr als genug Beams übrig.

Nun, warum wurde dann alles gekürzt und verkleinert und nicht einfach wieder Gaslaser in die Kisten gebaut?
Zum einen läßt das Gewicht grüßen. Die Sateliten sollten leichter und kleiner sein,
damit der Einsatzort nicht durch Gewicht und Größe extrem eingeschränkt bleibt.
Zweiter Grund ist, dass die Sateliten nicht nur mit dem einem (eingebauten) Laser betrieben werden können,
sondern mit allen, die in eine Glasfasereinkopplung einspeisen. Dies hat den Vorteil,
dass man je nach Veranstaltungsort auch unterschiedlich leistungsstarke Laser einsetzen kann.
Zurück zu der optischen "So sollen beide werden" Bank:
An der Stelle, an der die Dichrohalter und Umlenkspiegel für die entfernten Strahlschalter waren, wurden GS120DT montiert.
Hinter dem letzten Strahlschalter, der ein einzelnes Line Grating bedient, wird der Strahl für die Galvos nach vorne umgelenkt, vorne dann auf die Galvospiegel geleitet.
Bei den zwei entgegengesetzt drehenden Line Gratings, wurde eins durch ein Burst Grating ersetzt.
Nun wurde die zweite optische Bank genauso aufgebaut mit kleinen Unterschieden dank der unterschiedlichen Lochraster.
Alles ist hier minimal enger zusammen, wegen der kleineren Lochabstände.
Die Galvos werden hier über zwei zusätzliche Umlenkspiegel angestrahlt, Auf Grund des Lochrasters leider nicht anders machbar gewesen.
Die Umlenkspiegel für die Line/Burst Grating-Kombo mußten dafür auch neu positioniert werden.
Mit einem RGB Projektor wurde dann ein Strahl auf die Bänke geleitet (Faserauskopplungen noch nicht montiert).
Somit konnte eine Grundeinstellung und ein Vorabtest der einzelnen Dichros vorgenommen werden.
Leider waren auch die Dichros und Strahlteiler fast niergendwo identisch.
Die unterschiedlichen wurden alle angepasst, damit beide Sateliten immer identische Farben und Anzahl der Beams raus schießen.
Wenn Beams ausgegeben werden, kommen diese immer paarweise heraus. 2, 4 oder 6 Beams.
Die Strahlschalter sind entweder mit 50/50 oder 70/30 Strahlteilern oder Dichros bestückt, bis auf die beiden letzten, welche die Gratings bedienen.
Vom Strahlschalter umgelenkte Beams gehen wiederum durch einen 50/50 Strahlteiler oder durch ein Dichro.
Dieser Strahlteiler, bzw. dieses Dichro leitet den Beam auf einen feinjustierbarer Umlenkspiegel, der den ersten Beam raus schießt.
Direkt dahinter ist dann ein Umlenkspiegel, der den restlichen Beam auf einen weiteren feinjustierbaren Umlenkspiegel zum rausballern leitet.
Somit kann man entweder gleichfarbige Beams, unterschiedliche Farben, oder eine Kombi aus beidem heraus schießen.
Bilder vom Umbau und Betrieb folgen in kürze...