Sicherung im Röhrenstrom?

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lemming
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Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von lemming » Fr 18 Mai, 2001 4:28 pm

Hi Leute!<P>Ich frage mich gerade, was gegen eine Schmelzsicherung in der Stromversorgung zu einer ALC60 Röhre spricht. Gibt es da im Zündmoment eine Stromspitze? <BR>Nähme ich eine flinke 12,5A Sicherung, wäre ich doch auf der sicheren Seite, oder?<P>cu, Götz

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wler
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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von wler » So 20 Mai, 2001 2:27 am

Gute Frage - stellt sich mir auch. Schaden kann die Sicherung wohl nicht, aber ob sie<BR>echten Schutz fuer die Roehre und die T's<BR>bietet, ist mir nicht klar. Die T's sind<BR>ia sehr schnell hinueber, aber eine Roehre ist wohl erheblich robuster. <P>Falls in dem Schaltnetzteil, das ich baue, die Mosfets mal kurzschliessen sollten (zB wegen in Saettigung gehender Speicherdrossel), dann hat man ploetzlich volle 300V an der Roehre, gestuetzt durch einige 1000uF - das gibt viele 100A Kurzschlussstrom, und ich moechte eigentlich lieber gar nicht wissen, wie die Roehrenkathode nacher ausschaut .. <BR>also ich denke dass eine flinke Sicherung<BR>hier etwas schuetzen kann. <BR>Bei meinem jetzigen linearen NT habe ich eh einen Widerstand in der Anode, und der begrenzt einen etwaigen Kurzschlussstrom <BR>auf ungefaehrliche Werte. Das wuerde ich auch weiterempfehlen: einen moeglichst grossen R (bei euren ALC's vielleicht 2Ohm/200W) reintun, dann koennen nie mehr als ca 30A fliessen, und ich denke dass dies die Roehre fuer ein paar ms schon aushaelt.<P>Bezgl Einschaltspizte bin ich mir nicht so sicher, aber ich denke, dass wenn man vor der Zuendung volle 150V dranhat und diese ohne Zwischenwiderstand direkt von den Kondensatoren kommen, wohl auch einen ganz schoenen Stromstoss von sagen wir einigen 100A haben kann, bis sich die Kondensatoren auf 100V entladen haben - ich denke dass man allein schon deshalb einen R dazwischentun<BR>sollte; kann gut sein dass eine traege Sicherung dann auch noch nicht durchgeht.<P>Also, ich bin kein Experte aber obige Argumentation ist was ich mir denke, wenn es jemand besser weiss, lasse ich mich gerne belehren !

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tb-303
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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von tb-303 » So 20 Mai, 2001 5:25 am

also beim medialas-nt (psa12) ist ne 16 ampere sicherung drin.

lemming
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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von lemming » So 20 Mai, 2001 11:45 am

Hi!<P>Ich werde das einfach mal mit ner 12,5A flink Sicherung ausprobieren. Mehr als brennen kann sie nicht. Ich werde dann berichten. Allerdings wird das noch ne Weile dauern. Mein NT besteht im Moment noch aus einem Plan und einem Haufen Bauteile...<BR>Irgendwie hab ich im Moment kaum Zeit. Wenn ich das heute noch hinbekomme, gehen morgen wenigstens die Platinen in die Fertigung.<BR>... und das bei dem Wetter... snief...<P>@Philippe: Sitzt die Sicherung wirklich im Röhrenstrom, oder ist das die Gesamtsicherung? Hat jemand nen Plan vom PSA12?<P>cu, Götz<p>[ 20. May 2001: Message edited by: Lemming ]

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von wler » So 20 Mai, 2001 9:50 pm

PS: Ich hatte zu schnell geschrieben; was ich sagte, gilt vor allem fuer ein<BR>Schaltnetzteil. Bei dem lineraren regler mit<BR>IC, den Du baust, ist die Sache viel unkritischer !<P>Denn erst einmal ist der Regler "off",<BR>und der max Strom wird einfach <BR>durch die beiden Widerstaende, die die T's ueberbruecken, begrenzt. Das sind nur einige<BR>wenige amps, und es gibt keine grosse Einschaltspitze ! Eine Sicherung dient nur dazu, den Strom zu unterbrechen wenn einer<BR>der T's durchbrennt (was ia au einem<BR>Kurzschluss fuehrt).

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von lemming » Di 22 Mai, 2001 12:48 am

Hi wler,<P>da fällt mich jetzt aber auch was auf: Eigendlich kann man den Strom doch gar nicht unter ca. 4,5A regeln, oder? Die beiden Widerstände R5 und R6 (R8 vernachlässige ich mal) erlauben, zusammen mit dem beiden Rs im NT, einen minimalen Strom von 4,5A. <P>cu, Götz

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von wler » Di 22 Mai, 2001 3:18 am

Genau, und das ist gerade gut - denn<BR>erstmal leited dieser Ueberbrueckungswiderstand eine etwaige<BR>Zuendhochspannung an den T's vorbei,<BR>und liefert auch einen begrenzten Sofortstrom direkt nach der Zuendung, bevor der Regler ueberhaupt einsetzt. Und man kann auch die<BR>T's entlasten, wenn man moeglichst viel<BR>Strom durch die R's schickt.

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von gunnar » Di 22 Mai, 2001 9:29 pm

Moin Lemming,<P>wer will den Strom auch noch geringer einstellen, alles was irgendwann passiert, ist daß das Plasma ausgeht...und das mag die Röhre eigentlich gar nicht. So ziemlich alle Laser (auer Dioden, die nehmen das noch krummer) haben ein "Fenster" in der Röhrenkennlinie in der sie betrieben werden wollen für maximale Lebensdauer. Einige Amp mehr oder weniger schlagen dann schon kräftig auf die Lebensdauer. Dieser Effekt ist bei größeren Lasern ausgeprägter, die sowieso kurzlebigeren luftgekühlten Laser laufen bei geringeren Strom einfach nur länger bevor sie ausfallen.<P>gunnaR

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von tb-303 » Di 22 Mai, 2001 10:10 pm

hi lemming,<BR>die sicherung ist wirklich im röhrenstrom.<BR>ich hab das psa12 und hab mir die mühe gemacht das komplette schema rauszuzeichnen.<BR>muss es aber noch sauber zeichnen und scannen. hab aber im momment kaum zeit, da ich die nächsten 3 1/2 wochen ins militär muss. geduld

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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von madleyman » Fr 25 Mai, 2001 6:49 pm

Hey,<BR>Ich bin zwar sher neu hier, aber wenn T´s Halbleiterbauteile sind, dann würde dir auch nicht mal die schnellste Schmelzsicherung helfen, es gibt aber sogenante halbleiter sicherungen. Ich weis aber nicht ob die für die ströme und die spitzen ausgelegt sind.<BR>Gruß Frank<BR>Viel Glück
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Re: Sicherung im Röhrenstrom?

Beitrag von rolf » Sa 26 Mai, 2001 4:59 pm

Hi All,<P>Eine Sicherung vor dem GL und Elko muss<BR>auf jeden Fall sein, und die Sichert<BR>auch das Rohr ab.<BR>Vor allen Dingen brennt sie durch wenn<BR>der GL einen Kurzschluss macht oder noch<BR>viel wahrscheinlicher der Elko.<P>grĂĽsse<P>Rolf

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