Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

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powl
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Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Do 08 Okt, 2015 5:46 pm

Hi,.. ich habe ein Problem.. mit allen Nebelmaschinenherstellern, die sich offenbar gegen den Mittelpreissegmentkäufer verschworen haben.

Nachdem meine paar Eurolite-n10 immer wieder Probleme machen und mit ihren 400Watt auch etwas zu schwachbrüstig für uns sind wollte ich mir nun zwei neue Nebelmaschinen aus der 700W-Klasse holen. Ich hatte vor Jahren schon gute Erfahrung mit solchen Maschinen gemacht, z.B. mit der Eurolite-N19 oder der Antari Z-80.

Also erst mal im Internet gestöbert und schon etwas stutzig geworden.. nanu.. einige Maschinen scheinen vorne keine verünftige, beheizte Düse mehr zu haben sondern nur noch ein simples Röhrchen. Von den Eurolite-n10 kenn ich dieses Debakel damit. Es sabbert dort regelmäßig raus, Fluid kann hier einfach kondensieren, da das Rohrende viel zu kalt ist sich selbst sauber zu dampfen. Scheinbar eine Sparmaßnahme bestimmter Hersteller, aber man muss es ja nicht kaufen. Nach ein bisschen Suchen ist mir aber klar geworden, dass scheinbar ziemlich viele Hersteller dieser Sparmaßnahme verfallen sind. Schade!

Außer wohl lightmaXX mit seiner Club Fog 800. Auf dessen Vorschaubildchen ist eine silberne, wertig erscheinende Nebelmaschine mit deutlich sichtbarer Düse zu sehen. Also gleich mal zwei davon bestellt. Leider musste ich 4 Wochen warten, da sie ausverkauft waren und "der Container" erst ankommen müsse.. aha.. dauert ja so ein paar Wochen aus China. Nun war es endlich so weit, ich hielt das Paket in den Händen, pack es aus und dachte, mich trifft der Schlag. Die Nebelmaschinen wurden scheinbar komplett redesigned. Sie sind jetzt schwarz, haben nur noch einen minimalistischen roten Aufdruck, und vorne nur so ein jämmerliches Röhrchen anstelle einer Düse. Desweiteren fühlt sich das Blech des Gehäuses ziemlich dünn an, es hatte auch ein paar kleine Dellen, aber das schlimmste waren die Grate an den Ausstanzungen der Lüftungsschlitze, die offenbar an der einen Seite von innen nach außen gestanzt wurden. Durch die Lüftungsschlitze konnte man auch recht gut das Winz-Heizelement sehen. Ein absolutes billig-Produkt, ärgerlich und lächerlich. Gleich wieder zurückgeschickt. Glücklicherweise war der Händler zuvorkommend und einsichtig, so dass mich das ganze nichts (außer meine Nerven) gekostet hat. Die lightmaXX Club Fog 800 waren mit ihren 42€ pro Gerät natürlich äußerst günstig aber immer noch im Preissegment. Vor ein paar Jahren hat man für dieses Geld eine qualitativ hochwertige Nebelmaschine bekommen.

In der Tat hatte ich vor ein paar Jahren mal eine Eurolite N-19. Diese war absolut anstandslos verarbeitet und spielte in der ähnlichen Preisklasse. Zwischendurch dachte ich daran, mal die Antari Z-80 auszuprobieren aber diese kostet mittlerweile um die 80€ und aktuelle Vorschaubilder suggerieren schon, dass dort auch keine vernünftige Düse verbaut ist, was, angesichts des Preises, schon irgendwie frech/lächerlich ist. Bestellt, geliefert, ausgepackt. Schlag Nummer zwei. Auch die Eurolite N-19 blieb wohl von diesem übertriebenen Spar-Wahn nicht verschont. Auch diese Maschine wurde nach allen Regeln der Kunst verb.. nein zerbilligt. Es wurde an allen Teilen gespart, die die Funktion nicht direkt beeinflussen.

Anstelle einer vernünftigen Düse nur wieder ein jämmerliches Röhrchen, immerhin mit Plastikdeckel als Hitzeschutz.
rohr.jpg
heizelement.jpg
Von Tank zu Pumpe führt kein Schlauch sondern die Pumpe wurde als Sparmaßnahme direkt an den Tank angeklemmt. Daraus resultiert, dass das Fluid im Tank erst ab 1/4 der Füllhöhe angesaugt wird, das untere Viertel bleibt völlig ungenutzt!! Generell liegen Tank und Pumpe einfach nur lose in der Maschine rum und werden nur durch den Schraubdeckel des Tanks und das Metallröhrchen, welches zum Heizblock führt, in Position gehalten.
innen.jpg
tank.jpg
blech.jpg
Dünnstes 0,7mm Gehäuse-Blech, früher wurde hier 1..1,2mm genommen. Das fühlt sich einfach nicht wertig an. Nicht mal vernünftig festgeschraubt ist es, denn es wurde hier an zwei Schrauben, jeweils in der Mitte der Abdeckung gespart, welche in den älteren Modellen noch vorhanden waren. Jetzt wabert das Blech in der Mitte nahezu lose rum. Egal, billig.

Noch dazu hat die Fernbedienung keine Steckverbindung sondern das Kabel ist fest per Kabeldurchführung in die Maschine integriert. Hätte mir aber auffallen können beim Kaufen.

Diese Maschine erzeugt zwar Nebel aber ich weigere mich, so etwas billiges in Betrieb zu setzen und damit hinzunehmen, dass hier so dermaßen krampfhaft gespart wird. :evil: Immerhin war diese Maschine mit ca. 50€ nicht die allergünstigste und noch vor ein paar Jahren hat man zum gleichen Preis genau dieses in hochwertiger Ausführung bekommen. Dieses jetzige Modell jedoch sieht einfach nur aus wie ein billiges China-Plagiat. Die wird also auch wieder eingepackt und zurückgeschickt.

So und nun? Zwei Nebelmaschinen von denen ich eigentlich erwartet hätte, dass sie was taugen sind absoluter Schrott. Antari ist mit der Z-80 den Produktfotos zu Urteile wohl auch auf diese Schiene aufgesprungen und auch die Noname-Alterantiven machen keinen wertigeren Eindruck. Wo bekomme ich nun für günstiges Geld eine wertige 700W-Nebelmaschine, welche den Qualitätsstandards von gerade mal vor 2 Jahren entspricht?

Bin echt fassungslos.
lg
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von Erics » Do 08 Okt, 2015 7:16 pm

Also ich weis nicht wo man vor Jahren für weniger als 50 Euro einen brauchbare Nebelmaschine bekommen hat... Also meiner Meinung nach war alles unter 300 Euro schon immer Schrott. 50 Euro kostet ja alleine nur das Fluid für meinen Tour Hazer.
Kauf dir lieber einen vernüftige Nebelmaschine vom Markenhersteller. Die hält bei guter Pflege ewig und du kriegst bei Bedarf Ersatzteile. Bei 50 euro Geräten würde ich mir nicht mal die Mühe machen den Deckel abzuschrauben.
Hier zeigt sich wieder: Wer billig kauft, kauft zwei mal oder drei mal oder vier mal...

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Do 08 Okt, 2015 7:46 pm

Vor zwei drei Jahren habe ich mal Nebelmaschinen verschiedener Hersteller rausgesucht. Gemäß Produktfotos hatten die ALLE eine gescheite Düse vorne drin und auch ansonsten offenbar brauchbare Qualität. So einen Unfug wie das jetzt der Fall ist hätte sich da keiner erlaubt. Ich kann nur noch staunen, wie die Qualität da inzwischen gesunken ist. Für wenig mehr bekommt man noch größere Geräte, die dann offensichtlich auch gleich mehr taugen. Allerdings wollen wir die Maschine an einem Generator betreiben, der hat nur begrenzt Leistung.

Die JB Systems FX-700 sieht noch recht brauchbar aus. Sieht genau so aus wie die Eurolite N-19 vor 3 Jahren.
http://www.amazon.de/JB-Systems-FX-700- ... B004IK1BT2
kostet halt auch schon 80€.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von JETS » Do 08 Okt, 2015 7:58 pm

Im Titel Schreiber du was von mittelfristig und im Text dann geht es nur um das absolut unterste billigstsegment.
Klar kauft sich nicht jeder eine 800eur Maschine, aber wunder dich nicht wenn man für 80 eur nichts brauchbares bekommt.
Du hast zwei Möglichkeiten, entweder du gibst ein wenig mehr aus und das hält dann ne Weile, oder du kaufst eben immer wieder das unterste Segment. Für rund dreihundert Euro bekommt man schon was ganz ordentliches. Man kann halt keine Pumpe und Heizelement im wert von hundert Euro verbauen und das dann für 50 als Gerät verkaufen. Wenn ein Gerät komplett nur 50 Euro kostet, können da natürlich keine hochwertigen Komponenten verbaut sein, so funktioniert eben Marktwirtschaft. Machen wir das Beispiel mal anderstrum, wieviel möchtest Du verdienen, und wieviel Zeit würdest Du veranschlagen wenn Du selbst eine Maschine mit allen einzelteilen herstellen würdest, in genau der gleichen Qualität die du neu zerlegt und zurückgeschickt hast. Wieviel würdest Du dafür verlangen wenn sie jemand kaufen möchte? Ich denke Du kannst Dir nun Deine Fragen selbst beantworten.
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von JETS » Do 08 Okt, 2015 8:03 pm

...übrigens hat das überhaupt nichts mit Düse oder nicht Düse zu tun ob eine Maschine gut ist oder nicht, siehe Captain D oder tourhazer... Das ist eben mittlerweile State of the art. Wichtig ist dass ne gescheite Pumpe und n brauchbares Heizelement verbaut ist. Das wiederum erkennt man leider auch nicht an der Wattzahl.
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von Dr. Burne » Do 08 Okt, 2015 8:18 pm

Verstehe dein Rumgemotze nicht.

Mittelpreisig für ne 700W Maschine fängt bei über 100€ an.

50-80€ ist unterstes Billigsegment, da bekommst du nur das nötigste.

Mittelklasse hat eventuell schon DMX, Ferbedienung mit Impulsbetrieb ect., das bekommst du nicht für 50€, da sind die Komponenten im Einkauf schon teurer, deswegen wird es oft erst bei größeren Leistungen verbaut.

Und 700W nicht gleich 700W, wenn du ein dicken Block hast der die Hitze viel besser hält anstatt irgend nen Alurohr was beheizt wird merkst du den Unterschied.


http://www.sound-systems24.de/Lichteffe ... chine.html
Blockheizelement optionale Funkfernbedienung, vorne die typische Messingdüse
79€
Habe dort fast nur Nebler gesehen die den typischen Schlauch im Tankdeckel haben.


Wenn dir die feste Fernbedienung nicht gefällt baust du dir ne dmx Buchse ein, habe den umgekehrten weg gemacht, Stecker fest angeschlossen, weil es immer wieder Kontaktprobleme gab bei der McCrypt BJ 2001
Aus der Conrad Serie in der "defekt Kiste", weil dort an der Pumpe angeflanschte Kondensator sich zerlegt hat für 60DM
Also schon damals wurde am falschen Ende gespart bei Nebelmaschinen


Hab mir auch nen echten Hazer für 780€ gekauft, wenn du was on the road taugliches brauchst kaust du ne Maschine im Case, für entsprechendes Geld.
Bild So sind Chinakisten halt!

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von Dr. Burne » Do 08 Okt, 2015 9:17 pm

Also von der Wärmekapazität des dünnen Röhrchens sollte bei normalen Dampfausstoß da nichts konensieren.
Das Röhrchen noch zu isolieren wäre allerdings nicht verkehrt

Auf jeden Fall ist so der Wärmeverlust über die Düse reduziert.

Ach ja McCrypt ist ne Antari Maschine.

Hier mal ein paar Fotos meiner Uralt low Budget 1000W Maschine.
Diese war von 2002 das mit dem Kondensator war an dem Vorgänger und die hat statt 500mA jetzt ne 800mA Sicherung drin, weil die wegen der Sicherung in der Conrad "defekt" Wühlbox war.

Das Teil ist so simpel gebaut, da kann eigendlich nur ein Defekt des Heizelementes oder der Pumpe nicht selbst repariert werden.

Bleche sind 1,1mm mit Beschichtung, hat aber auch an der Seite für einen Halter Gewindenuchsen.
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Do 08 Okt, 2015 9:37 pm

Na gut, es geht tatsächlich um Niedrigpreissegment :)

Da ich die Nebelmaschinen nur 5-10 mal im Jahr einsetze und ich gleich zwei benötige lohnt sich ein mittelpreisiges oder gar teures Modell für >100€ nicht. Klar, auf lange Sicht eventuell schon, aber so viel Budget habe ich jetzt nicht um es auf einen Schlag in Nebelmaschinen zu verballern. Und, da mein Kernkritikpunkt offenbar nicht ganz rübergekommen ist, vor allem folgendes stört mich: Die Qualität im Billigpreissegment ist bei gleichem Maschinen-Preis bei allen Herstellern massiv gesunken, schlechter geht nicht mehr. Heutzutage würde ich für 40€ in der Tat natürlich nicht mehr erwarten. Aber ich bin noch verwöhnt von der Qualität der Produkte, wie ich sie noch von vor ein paar Jahren gewohnt war. Das KO-Kriterium gegen die Eurolite N-19 war für mich nun letzendlich, dass sie sogar den Schlauch weggespart haben und damit 1/4 des Tankvolumens vergeudet haben. Ansonsten hätte ich mich damit abgefunden, dass es zu diesem Preis nun eben nix besseres mehr gibt. Ist ja sicherlich dennoch brauchbar, das Maschinchen.

Deine blaue Low Budget Maschine ist ein hervorragendes Beispiel für den Qualitätsverfall. Ich sehe einen soliden Heizblock, darin einen Temperatur-Sensor mit Regel-Elektronik, eine festgeschraubte Pumpe, eine schöne Düse, angenehm dickes Blech, wie du sagst, einen fixierten Tank. Einfach grundsolide. Angenommen die Maschine hat damals genau so viel gekostet wie meine N-19 nun. Da könnte man doch weinen.

Ich denke ich werde mir zwei Exemplare von der JB Systems besorgen. Mal schauen.

Also vernünftige Düse ist kein Muss, sagst du? Ich habe mit dieser Röhrchentechnik die Erfahrung gemacht, dass es da eben ab und an raussabbert, da das Röhrchen die Wärme vom Block nicht gut genug leitet um vorne noch Verdampfungstemperatur zu haben. Genau kann ich das aber auch nicht mehr erklären, war schon zu lange her. Ich frage mich nur, wenn die Düse völlig für die Katz war, wieso hat man Nebelmaschinen dann überhaupt jemals so entwickelt. :(

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von JETS » Do 08 Okt, 2015 10:37 pm

Weil durch die enge Austrittsöffnung der Druck im inneren steigt und das Fluid bei höherem Druck mehr Temperatur bekommt bevor es verdampft und der kondensierte Dampf trockener wird.

Heute ist zumindest in den höherwertigen fluids kein Glyzerin mehr drin welches bei zu hohen Temperaturen krebserregendes acrolein bildet, somit kann auch die Temperatur des Heizblocks höher sein, damit braucht man den trick der Verengung nicht mehr.

Ich hab wenns wirklich günstig sein muss mit antari ganz gute Erfahrungen gemacht, da kann man wenigstens den heizblock komplett zerlegen und reinigen falls doch mal was reinbrennen sollte, das verstopfen des eingegossenenen Captain D Heizblocks jedenfalls bekommt man nicht mehr frei :-(

Kann zufällig jemand nen verstopften Captain D Heizblock zum basteln gebrauchen?
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Do 08 Okt, 2015 10:40 pm

Na das ist ja mal ne Aussage :D Technisch mag die Düse nicht mehr notwendig sein (wer jedoch garantiert mir, dass ich ein geeignetes Fluid ohne Glycerin habe?) aber sie zeugt doch von Wertigkeit.

Von Antari bin ich eben so wenig begeistert. Die haben scheinbar seit kurzem auch ein neues Modell. Auch die Düse weggelassen. Auf eBay bin ich auf eine Ersatzpumpe gestoßen, passend für Eurolite N-19 und Antazi F-80 Z, welche keinen Schlauchanschluss sondern nur diesen Tankstopfen hat, was wiederum suggeriert, dass die Antari nun genau der gleiche Schrott wie die Eurolite ist. :x

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von Dr. Burne » Fr 09 Okt, 2015 12:01 am

Ja selbst die sehr teuren Maschinen haben das röhrchen, jedoch teils nochmal mit Kunststoff ummantelt.
Was eher dafür spricht, dass neue Technik zum einsatz kommt.


Es hindert einen ja nichts den Stopfen mit nem Deckel und die Pumpe mit einem Schlauchverbinder zu versehen und ein Loch in den Deckel zu bohren.


Aber solange die den effektiven Tankinhalt angeben spricht nichts gegen diese Bauweise, es ist kein Schlauch der oben rausschaut abgerissen werden könnte, mit der Zeit porös wird und bricht oder abgeknickt wird.
Man kann halt nicht den Tank zum befüllen herausnehmen, ein guter Trichter und man versaut die Maschine nicht.

Ich glaube die Bauweise mit Pumpe am Tank ist sogar teurer in der Produktion.


Als ich die Maschine auseinandergebaut habe da hat sich der Schlauch einfach zerlegt, weil er im Tank total porös geworden ist, jetzt darf ich morgen in den Baumarkt fahren und Ersatz besorgen, klarer Nachteil.

Auch einen Blick wert.
http://www.nebelmaschine-ratgeber.de/di ... afog-test/
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 1:29 am

Nun gut, dann akzeptiere ich das mit dem Röhrchen mal so, scheint wohl in Ordnung zu sein. Das mit der Pumpe am Tank müsste jedoch nicht teurer sein. Materialkostenmäßig kommts wohl aufs gleiche raus aber die Montagezeit verringert sich deutlich => Verringtere Produktionskosten. Die früheren Modelle hatten einen ordentlich stabilen Tank in dessen unterer Ecke sich eine Schlauchdurchführung mit Filter befand. Der Schlauch ging dann zur am Gehäuse fest angeschraubten Pumpe, wunderbar. Die Lösung mit dem Schlauch, der aus der Maschine herausführt und in den Tank hinein, finde ich, sofern man den Tank nicht zwecks Befüllen herausnehmen kann, nicht besonders elegant. Ich füll mir mein Fluid immer in Cola-Flaschen, da geht das recht gut.

Ich habe mir so eben eine Maschine von JB-Systems bestellt. Ich schaue mir aber die Eurolite N-19 noch mal an, eventuell kann ich ja doch einen Schlauch etwas weiter unten nachrüsten.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 1:02 pm

Jetzt fällt mir auch wieder ein, was mir an der düsenlosen Variante nicht gefällt bzw. was ich für Probleme mit den Eurolite N-10s habe/hatte. Die haben nämlich das Problem dass der Bereich rund um das Ende des Röhrchens mit Fluid vollgesuddelt ist und auch in der Maschine nach einem Abend Einsatz ein Haufen Nebelfluid zu finden ist. Das schwimmt dann da drin rum, kriecht überall hinein und korrodiert alles. Da ich so etwas bei einer bedüsten Maschine noch nie gesehen habe verdächtige ich eben das Fehlen der Düse als Ursache dieses Problems. Interessanterweise machen die Hersteller unterhalb des Röhrchens immer ein Abtropf-Loch, sicher nicht aus Zufall.

Kann jemand mal einen Erfahrungsbericht abgeben, wie sich diese düsenlosen Nebelmaschinen in der Praxis verhalten? Bei der N-10 könnte es auch daran liegen, dass das Austrittsloch zu klein ist und sich Nebel am vorderen Blech verfängt und dort kondensiert.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 2:28 pm

Ich habe gerade mal meine Eurolite N-10 laufen lassen. Timer auf alle 15s ein ganz kurzer Nebelstoß. Nach einer Weile bilden sich tröpfchen vorne am Auslass rund um das Ende des Röhrchens herum. In der Pausezeit kommt hin und wieder ein Blässchen flüssigen Fluids vorne rausgedrückt.. die Maschine sabbert.

Scheinbar ist es doch so, dass das Röhrchen im vorderen Bereich einfach zu kalt ist und daher hier Fluid im inneren kondensiert, welches dann langsam rausblubbert oder beim nächsten Nebelstoß mit rausgeschleudert wird. Wenn man die Maschine am Abend oft im Intervallbetrieb laufen lässt passiert das dann sicher entsprechend intensiv und sie sabbert sich im laufe des Abends selber voll.

Mit einer beheizten Düse könnte es gar nicht erst zu solchen Kondensaten kommen. Ergo ist und bleibt für mich die Düse ein Qualitätsmerkmal, denn sie verhindert das Sabbern der Maschine. Schade, dass sie, euren Aussagen zufolge, nun sogar schon bei teureren Maschinen eingespart wird. :?

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 3:10 pm

Schade, dass man seine Posts nach einer Weile hier nicht mehr editieren und ergänzen kann.
Was ich noch sagen wollte: Eventuell schafft ein Wärmeisolator, den man über das Röhrchen stülpt hier abhilfe.. ein Stück Teflonschlauch oder ähnliches. Das werde ich mal ausprobieren. Bis dahin werde ich aber Maschinen mit vernünftiger Düse bevorzugen.

Ich habe testweise mal ein Blatt Papier vor die Nebelmaschine gelegt. Das wird nach und nach mit Tröpfchen vollgesabbert. Ist eigentlich ein no-go. Steht die Maschine auf dem Bode, bildet sich vor ihr mit der Zeit ein glitschiger Film. Steht die Maschine irgendwo auf dem Tisch oder sonst wo, wird alles vor ihr nach und nach mit Fluid vollgesabbert. Das kann bei empfindlichen Oberflächen schon mal Lackschäden verursachen. Nebelfluid wirkt relativ aggressiv auf viele Oberflächen und dort wo vorher tröpfchen waren bleiben hinterher kleine Erhebungen zurück.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von JETS » Fr 09 Okt, 2015 4:46 pm

Bist Du sicher dass Deine Maschine nicht allgemein zu kalt läuft?
Vielleicht stimmt was mit dem Regler nicht oder im billigfall mt dem bimetall Schalter.
Welche gemessene Temperatur hast du denn hinten am block und vorne an der Düse?
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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 5:40 pm

Das würde ich nicht ausschließen! Allerdings sind alle n-10s die ich habe von diesem Problem betroffen. Ich kann mir aber mal ein Thermometer besorgen und die Temperatur messen, würde mich auch interessieren :)

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von pardini » Fr 09 Okt, 2015 8:09 pm

powl hat geschrieben:Nach einer Weile bilden sich tröpfchen vorne am Auslass rund um das Ende des Röhrchens herum. In der Pausezeit kommt hin und wieder ein Blässchen flüssigen Fluids vorne rausgedrückt.. die Maschine sabbert.
Ich gehe mal davon aus, Billig-Nebler bekommt auch Billig-Fluid!

Da ich nun nach 3 Jahren Betrieb meines Tourhazers mit dem ersten Kanister mir die Frage stellte, ob Fluid auch schlecht werden kann bestellte ich mir die Tage pauschal mal einen neuen und bei der Gelegenheit für meine anderen Nebler auch gleich mal ein paar Kanister höherwertigen Fluids zum testen.

Und siehe da! Immer unzufrieden mit dem Fluid gewesen( <10€/5L). Dauernebel nur bis 25% Ausstoß, sabbern kurz darüber und dann Nachheizpausen....
Look Regular Fluid (26.90€/5L) rein geschüttet und ich habe mein weißes Wunder erlebt. Dauernebel bis nahe 100% Regler, kein spucken und eine unglaubliche Nebelmenge. Ich neble jetzt die 4-fache Fläche mit einer Maschine zu...

Ich will auf gar keinen Fall einen Glaubenskrieg anzetteln und jede Maschine hat möglicherweise ein anderes Lieblingsfluid, aber Fluid ist nicht gleich Fluid. Beim Tourhazer verwenden alle brav den 50€/ 5L Kanister. Beim Billigheimer darf das Fluid aber bitte nicht den Wert der Maschine verdoppeln...

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Fr 09 Okt, 2015 8:45 pm

In der Tat.. ich verwende Eurolite B oder Beamz Pink. Eher low Budget Fluids. Aber auch nur weil ich bisher keine Anhaltspunkte hatte, ob oder warum teureres Fluid besser sein sollte :D Für mehr Nebeldichte hatte ich immer das Eurolite P oder X genommen.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von powl » Mo 12 Okt, 2015 10:03 am

So.. gestern auf einer Party ist mir mal wieder die Pumpe der N-10 verreckt, die ich dort eigentlich einsetzten wollte und zuvor noch getestet hatte. So ein Fluch. Bei der Reparatur habe ich mal eine alternative Pumpe ausprobiert und auch die Temperatur gemessen. Diese schwankt ca. zwischen 180 und 240°. Bei unter 200° fängt sie erheblich an zu sabbern, also liegt es wohl daran, dass sie zwischendurch immer wieder einfach zu kalt wird. Um das zu verhindern bräuchte man allerdings eine vernünftige Temperaturregelung, keinen Bimetallschalter mit 60° Hysterese. :? Allerdings spricht es auch wieder für die düsenlose Röhrchen-Bauweise, denn bei korrekter Heizelement-Temperatur funktioniert diese ja.

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von Dr. Burne » Mo 12 Okt, 2015 3:26 pm

Ja bei ner Nebelmaschine würde ich keine mit Bimetallschalter kaufen, lieber mit Temperatursensor, wo man auf der Platine die Temperatur zur Not auch noch mal nachstellen kann.
Bild So sind Chinakisten halt!

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Re: Mittelpreisige Nebelmaschinen nur noch China-Schrott??

Beitrag von PAFODU » Di 13 Okt, 2015 2:34 pm

Mein,

Also ich hätte in den letzten Monaten / Jahren einige Maschinen in der Hand und habe viele besessen...
Letztlich bin ich bei Smokefactory und Look hängen geblieben (beide Firmen haben technisch das gleiche Innenleben und fallen vom selben Band, haben nur andere Gehäuse).
Für Lasershows liebe ich den Smokefactory Tourhazer 2 im Amptown Case.
Für Nebel nutze ich aktuell eine Look Solution Viper (S) 650 Watt, da kommt besserer Nebel raus als die anderen Maschinen die ich besessen habe.
Hatte vorher :
N10
Antari 1200
Varytec1000
Adj 1200

Ich habe hier ein kleinen Schuppen bei uns stehen (65qm/3 Meter Höhe im Gipfel) und den pustet die in einigen Sekunden gut voll, hat Dmx und Co.
Die Maschine läuft und läuft und kostet 450 Euro neu.
Gebraucht manchmal schon für um die 200 zu bekommen.
Ansonsten ist bei mir meistens das Heizelement verreckt oder die Pumpe war hinüber. Reparatur lohnt sich nicht, da kann man nur hoffen, dass noch Garantie vorhanden ist.
Ansonsten gibt es schon viele Maschinen die sehr gut sind, nur kosten die auch mehr als 100 Euro... Die fangen meistens ab 300 Euro an.

Grüße
Gewerbliches Mitglied.

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