Import von Lasern..

Alles zum Thema "sicherer Umgang mit Lasern", Gefahren, gesetzliche Vorschriften und Normen.

Moderator: ekkard

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guido
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Import von Lasern..

Beitrag von guido » Mi 20 Jul, 2011 7:21 pm

Hi,

wie schon im Off Topic beschrieben gabs aktuell Ärger beim Import von Lasermodulen.
Heisse Diskussionen mit dem Mann vom Zoll / Amt laufen.

@Eckard, vieleicht bringst du Licht ins dunke.
Es geht um OEM Lasermodule mit 5V Treiber und Leistungsn von 100mW bis 3W

Copy aus seiner Mail:

"Die Freigabe ist für konforme und ungefährliche Produkte erlaubt. Nach den hier relevanten europäischen Anforderungen wäre bei den für Sie bestimmten Modulen z. B. zu beanstanden: Vorgeschriebene Warnhinweise fehlen; Name und Anschrift des europäischen Inverkehrbringers fehlen; Enthält gefährliche und unzulässige Elektroinstallation; deutsche Montage-/Betriebsanleitung fehlt; Laserstrahlung mit sehr gefährlicher Laserleistung >>> Es resultiert, dass das Produkt niemals akzeptiert werden dürfte."

Natürlich sind 100mW und mehr gefährlich. Ist das das AUS für den Import ??

"Die festgelegten Leistungsgrenzen liegen für Pointer bei 1 mW und für Showlaser bei 5 mW (Expositionszeit durch Ablenkung reduziert). Unter Berücksichtigung der Lidschlussreflex-Probleme wären niedrigere Werte anzustreben."

Showlasergrenze bei 5mW ?? Wäre mir neu...

"Da Sie sich mit der Leistungsmessung und den Berechnungen schon befassten, möchte ich die schon angekündigte Frage anhängen: Erst kürzlich erhielt ich einen Hinweis auf die Veröffentlichung der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf (Institut für Lasermedizin) "Sind Laserpointer für das Auge gefährlich?" von S. Stey, D.Kleine, P. Hering, März 1998. Es wurden über 30 Pointer mit Leistungen von 0,6 mW bis 4,9 mW einbezogen. Dabei wurden einige in die Klasse 2 und die anderen (schon ab etwas über 1 mW) in die Klasse 3B eingestuft. Wieso kommt dann nicht damals 3A oder jetzt 3R? Mit 1,1 oder 1,2 mW hätte ich nie an eine Klasse 3B gedacht. Nach anderer Literatur liegt der Übergang zur 3B bei 500 mW. "

Das ist nur ne Randfrage von Ihm. Haben wohl regelmäßig mit Pointern zu tun. Aber wie ein <5mW in die Klasse 3E kommen soll verstehe ich
nicht...

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von karsten » Mi 20 Jul, 2011 11:31 pm

Für ein gebrauchsfertiges Produkt, was für den direkten Wiederverkauf vorgesehen ist, kann ich die Argumentation des Amts ja nachvollziehen, aber aus meiner Sicht handelt es sich bei den Modulen nicht um ein gebrauchsfertiges Produkt für den Verbraucher sondern um Halbfertigware, ein komplexes Bauteil, zur weiteren Verarbeitung.

Die ganzen auf geführten Mängel gelten doch nur für reine Handelsware, die an Verbraucher abgegeben werden - für die Weiterverarbveitung durch den Importeur spielen diese eigentlich doch überhaupt keine Rolle. Die Argumentation des Amts ist für mich nicht nachvollziehbar. Oder steht in deinem Gewerbeschein nur Handel und nicht Herstellung von lasertechnischen Einrichtungen?

"gefährliche und unzulässige Elektroinstallationen" hab ich bei den Modulen von dir bisher auch nicht ausmachen können (im Gegensatz zu den billigen CNI-Modulen mit 230V-Treiber eines anderen Importeurs, der hier nicht genannt werden will). Bei 5V muss man sich ja fast schon anstrengen, damit es gefährlich wird - da würde mich der genaue Mangel mal interessieren.
guido hat geschrieben:Ist das das AUS für den Import ??
Das hoffe ich doch nicht und kann ich mir auch nicht vorstellen. Sieht für mich eher nach einer vorübergehenden Überreaktion. Ob ich ide gleiche Mängelliste bekomme, wenn ich versuche Magnetrone für Mirkowellenherde zu importieren? Im Prinzip vergleichbar, nur würde hier wahrscheinlich keiner auf die Idee kommen, dass es sich hier um gebrauchsfertige Verbraucherprodukte handelt....

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von ekkard » Do 21 Jul, 2011 12:09 am

DIN EN 60825-1:2008-05 hat geschrieben:Lasereinrichtungen, die an andere Hersteller als Komponenten für beliebige Systeme zum Weiterverkauf geliefert werden, sind nicht Gegenstand von IEC 60825-1, weil das Endprodukt selbst Gegenstand dieser Norm sein wird. Wenn das Lasersystem jedoch aus der Einrichtung ausgebaut betrieben werden kann, gelten die Anforderungen dieses Teils 1 für diesen ausbaubaren Teil.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von tracky » Do 21 Jul, 2011 8:50 am

Wenn das Lasersystem jedoch aus der Einrichtung ausgebaut betrieben werden kann, gelten die Anforderungen dieses Teils 1 für diesen ausbaubaren Teil.
Das interpretiere ich so, dass man selbst die Laser OEM Geräte (Treiber, NT und Kopf)
nicht mehr in Deutschland einführen darf. Sehe ich das richtig, wenn ich behaupte, dass sich jetzt jeder Laser Importeur (auch die großen Firmen) strafbar macht, wenn er solche OEM Geräte in Deutschland einführt und an Endkunden weiter veräußert?
Wenn dem so ist, sehe ich die Laser Branche in ernster Gefahr, bzw. werden dadurch Kleinunternehmer aus dem Wettbewerb vertrieben.
Anderseits besteht ja immer noch die Möglichkeit die Komponenten über ein anderes EU Land einzuführen, was sicherlich auch den Endpreis vergrößert.
Aus meiner Sicht haben wir das den Pointer Caoten zu verdanken!
Gruß Sven

Laser? Was ist das? Licht aus super erschwinglichen Restbeständen

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von tschosef » Do 21 Jul, 2011 10:47 am

hai hai..

währe aber zu definieren, was das hier heißt:
Wenn das Lasersystem jedoch aus der Einrichtung ausgebaut betrieben werden kann
Wann kann man ein Lasermodul "betreiben". Es braucht nen Stromanschluss (Stecker) und ein Modulationssignal...
Wenn kein Stecker drann ist, dann kann "Endkunde" das Modul ja nicht betreiben! Er darf ja (außer er is Elektriker) selber eigentlich keinen Stecker anschließen!!! (wenn man es genau nimmt).

oder sehe ich das falsch?

viele Grüße
Erich
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von guido » Do 21 Jul, 2011 11:18 am

tschosef hat geschrieben: ....oder sehe ich das falsch?
Tust du !! Nach der neuen Maschienenrichtlinie gilt ein Produkt als Betriebsfertig
wenn nur noch Spannungen und Steuersignale angelegt werden müssen.

Werde das rund 1.5 stündige Telefongespräch mit dem Beamten vom Landesamt für Arbeitsschutz
jetzt nicht komplett hier durchkauen. Die Aktion hat mich bis jetzt schon viel Zeit, Geld durch Rückversand
nach China und nebenbei auch Ärger gekostet.

Wünsche allen Selbstimporteuren in Zukunft viel Spass !!

Hab mit dem Vogel die BG Vorschriften und die gängigen DINs durchdiskutiert.
ER legt die Sache so aus wie es IHM passt.

Für alle Pointerspezies: Die haben in Leipzig sogar einen Lasercheck für Schnelltests !!

Tolle Zeiten kommen auf uns zu....

Kernaussage: Kommt ein Paket für "Müller , Meier, Schulze.." und nicht einer erkennbaren
Firma die Fachkenntnis nachweisen kann geht der Kram zurück. Das gilt für Module genau so
wie für Projektoren. Selbst wenn die nen Not-Aus Anschluss haben und nur ein Kurzschlussstecker
beiliegt reichts nicht für den Import. Auch eine deutsche Bedienungsanleitung und der ganze CE Kram
muss beiliegen....das nur so als "Randinfos..."

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von lucas » Do 21 Jul, 2011 12:37 pm

Hey, das wird die großen China-Verklopper ja sehr freuen. Endlich keine konkurrenz mehr.

Um das Problem mit dem Betriebsfertigen Geräten zu "umgehen", könnte man die Köpfe nicht getrennt von den Treibern importieren?

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von karsten » Do 21 Jul, 2011 12:50 pm

Wie kommt denn ein Lasermodul in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie? Die Maschinenrichlinie ist so ziemlich die ungünstigste Norm, nach der man sich richten kann, da hier auch der ganze Kram bezüglich funktionaler Sicherheit enthalten ist (bishin zu: die Bedienung der Maschine darf beim Bediener zu keinem Stress führen -> also schnell alle Windows-PCs vom Markt nehemen :twisted: ). Selbst meine Hardwarekollegen bei meinem Arbeitgeber fürchten die Maschinenrichtlinie wie der Teufel das Weihwasser - unsere meisten Geräte fallen zum Glück unter die DIN EN 61010.
tschosef hat geschrieben:Wann kann man ein Lasermodul "betreiben". Es braucht nen Stromanschluss (Stecker) und ein Modulationssignal...
Wenn kein Stecker drann ist, dann kann "Endkunde" das Modul ja nicht betreiben! Er darf ja (außer er is Elektriker) selber eigentlich keinen Stecker anschließen!!! (wenn man es genau nimmt).

oder sehe ich das falsch?
Zumindest die Montage eines Netzsteckers bedarf einer Elektrofachkraft und somit wäre ein Produkt nicht laienbedienbar und auch kein Verbraucherprodukt. Allerdings dürfte es streng genommen dann auch nicht an Verbraucher abgegeben werden.
guido hat geschrieben:Nach der neuen Maschienenrichtlinie gilt ein Produkt als Betriebsfertig wenn nur noch Spannungen und Steuersignale angelegt werden müssen.
Meiner Meinung nach gilt das aber nur für steckfertige Systeme - müssen Netzleitungen angeklemmt werden, brauchts die Elektrofachkraft wegen Erichtung einer elektrischen Anlage.

Irgendwann (wahrscheinlich in gar nicht so langer Zeit) regulieren wir uns hier in Deutschland nochmal zu tode (wobei Deutschland da kein Einzelfall ist - USA haben den UL-Zirkus, Australien c-tick, ...).

EDIT:
lucas hat geschrieben:Um das Problem mit dem Betriebsfertigen Geräten zu "umgehen", könnte man die Köpfe nicht getrennt von den Treibern importieren?
Die Idee ist vielleicht garnicht mal so blöde - haben wir bei einem meiner früheren Arbeitgerber teilweise bei Geräten für den russischen Markt auch gemacht. Hier komplett gebaut und getestet, anschließend wieder zerlegt, exportiert und dort die Endmontage dort durchgeführt - ebenfalls aus zollrechtlichen Gründen. Außerdem kann man dann ein "Made in Russia" anbringen, was fürs Marketing praktisch sein kann...

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von nr_lightning » Do 21 Jul, 2011 12:58 pm

Hi

Das war grade auch mein Spontaner gedanke, Laserköpfe ( besonders DPSS ) getrennt von den Treibern Schicken lassen.
Demnach ist der Laserkopf ohne den Treiber und die Temp. Steuerung nicht fertig Montiert und so auch nicht einsatzbereit ...

Guido, hast du das soch auch mal durchgekaspert mit dem BG Affen ?

Gruß
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von guido » Do 21 Jul, 2011 1:46 pm

Dem zu zu erklären wie man ihn beschXXXX will halte
ich grundsätzlich für eine ziemlich blöde Idee....

Welche Richtlinie wo Anwendung findet ist leider so weit Auslegungssache
das man da kaum was drehen kann. Die letzte Endscheidung treffen die...

Stimmt aber, einerseits freuts mich natürlich das da etwas reguliert wird.
Jetzt ist die Grenzer zwischen Pointerkiddie und verantwortungsvollem
Anwender zu finden und die zieht der Herr vom Zoll .

Lichtblick: Sie schaffen es nicht alle Pakete zu kontrollieren.
Man KANN also Glück haben...mal sehen wie oft der Chinamann
das hin/herschicken mit macht bevor er wieder die Hand aufhält...

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von nr_lightning » Do 21 Jul, 2011 2:14 pm

Hi Guido

Sorry, in meinen Augen hat das nichts mit Besch..... zu Tun !
Es geht hier ua. um dein Gewerbe, da sind Fragen Lösungsansätze zum Import ja wohl gerechtfertigt oder ?

Du für deinen Teil hast ja nicht vor die Module als Ponter zu verwenden :wink:
Demnach obligt die Frage "Ab wann ist es kein Betriebsfertiges Modul mehr" und die Frage darf man meines erachtens nach dem Zoll oder wem auch immer durchaus stellen ... Bzw. welche Richtlinie du einzuhalten hast damit der Import Legal ist und bleibt.

Allerdings stellt sich mir da eine Andere Frage:
Wer erklärt dem Zoll das dort noch ein Komplexer Treiber fehlt um das Modul überhaupt erst verwenden zu können ... :roll:

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von karsten » Do 21 Jul, 2011 2:25 pm

guido hat geschrieben: einerseits freuts mich natürlich das da etwas reguliert wird.
Jetzt ist die Grenzer zwischen Pointerkiddie und verantwortungsvollem
Anwender zu finden und die zieht der Herr vom Zoll .
Was die Pointer betrifft, stimme ich dir voll und ganz zu. Aber das der Herr vom Zoll die Grenze zwischen Ponterkiddie und verantwortungsvollem Anwender sinnvoll zieht, da hab ich so meine Zweifel....
guido hat geschrieben:Lichtblick: Sie schaffen es nicht alle Pakete zu kontrollieren. Man KANN also Glück haben...
Mag sein, aber als Geschäftgrundlage ist das ja auch nicht wirklich zu gebrauchen - und billiger werden die Laser dadurch sicherlich auch nicht...

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von ekkard » Do 21 Jul, 2011 9:40 pm

Mir ist das Problem von Seiten der Behörden mal (sinngemäß) so dargestellt worden: "Wir sind beauftragt, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Einen Privatmann kann man nicht belangen, wenn er "so'n Ding" erst einmal hat. Gewerbe unterliegen der Aufsicht und riskieren ihren Schein, wenn sie nicht kooperieren." Fazit meinerseits: Irgend ein Lasergewerbe anmelden und als Firma importieren und zusammenbauen! Bei der BG (Berufsgenossenschaft) Errichtung und Betrieb von Lasern der Klassen 3R bis 4 anmelden.

(Und jetzt nicht mosern von wegen zuviel Aufwand! Denn den Aufwand muss man in jedem Fall treiben. Wenn nicht, könnt ihr die Sicherheit nicht vernünftig gewährleisten(!) sondern bestenfalls vermuten.)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von guido » Fr 22 Jul, 2011 5:35 am

Hallo Eckard,

der Text von dir gibt die Aussage die des Menschen mit dem ich gesprochen hab recht gut wieder.

Selbst wenn ein China - Fertigprojektor einen Not-Aus Anschluss hat und nur ein Blindstecker beiliegt -> is nicht !!
Weil: Korrekter, für den Betrieb für >5mW vorgeschriebener Not-Aus "Pilz" fehlt.

Wenn die nun lernen Strahlüberwachungen zu testen wird Ebay demnächst sehr übersichtlich...
Vor allem die Kandidaten mit "Lieferzeit 14-21 Werktage", also "Ich bestelle in China wenn ich dein Geld hab"
könnten Probleme mit Ihren Kunden bekommen.

Klingt schon ziemlich drastisch was die da veranstalten.

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von nohoe » Fr 22 Jul, 2011 10:36 am

Hallo

Wieso gibt es hier eigentlich immer nur schwarz oder weis.
Da ich selber im öffentlichen Dienst tätig bin ist es mir wohl bekannt dass
die wenigsten Entscheidungen zuende gedacht werden und selbst wenn
die ausführenden Ebenen etwas bemängeln wird es von der mittleren Ebene
oder der Führungsetage Mangels Sachkenntnis ignoriert. Das dieses Vorgehen
Jahr für Jahr Millionen Steuergelder verschlingt interessiert keinen.

Insgesamt ist die Entscheidungfür mehr Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Geräten richtig.
Nur die jetzige Umsetzung stelle ich da etwas in Frage.

Dann werde ich mein Gewerbe wohl noch erweitern müssen um weiterhin mein Hobby ausüben
zu können und auch mal eine Erweiterung meiner Showlaser vornehmen zu können.
Berechtigt die Erstellung von Lasershows, also Showprogrammierung, zum Erwerb von Laserkomponenten.

Irgendwie habe ich das Gefühl das wir Laserfreaks da komplett durch das Raster fallen.
Wir sind professioneller als der normale Bürger im Bereich Laser, einige sogar gegenüber von Mitarbeitern
von Firmen rund um das Thema Laser, aber wir haben kein Blatt Papier das uns qualifiziert.
Hier fehlt klar der Waffenschein für Laser.

(Dies sind meine Gedanken und nicht die des Forums)

Gruß
Norbert :)
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von ekkard » Fr 22 Jul, 2011 10:55 am

Zunächst sind das einfach EG-Regeln, die in Form von BGV B2, BGI 832 und wer weiß welche internen Behördenerlasse in Deutschland umgesetzt werden. Wenn also die Sicherheitsbelange nicht umgesetzt werden können, z. B. weil ein leistungsstarker Laser auf einfache Weise in Betrieb genommen werden kann, dann darf Letzterer in der EG nicht in Verkehr gebracht werden.
Es muss also gewährleistet werden, dass der Bezieher der Ware aus dem "Rohmaterial" eine Lasereinrichtung verantwortlich und normgemäß "herstellt", so dass man ihn auf EG-Gebiet "an den Hammelbeinen zu fassen" bekommt.

Aus behördlicher Sicht besteht doch gar kein vernünftiger Bedarf von Privatleuten an Laserkomponenten der Klassen 3R aufwärts außer eben "gefährliche Spielerei" = unzulässige öffentliche Vorführung!
Daher meine Idee, ein "Lasergewerbe" anzumelden und nur Rohmaterial zu importieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von goamarty » Fr 22 Jul, 2011 11:43 am

Ich weis ja nicht, wie es bei uns in Österreich aussieht. Gehört habe ich zumindest noch nichts von solchem Behördenirrsinn im Bereich Laser, obwohl bei uns der Amtsschimmel in vielen Bereichen auch gehörig wiehert. Einige haben sich aus Angst vor ein paar stärkeren Pointern ja solches Vorgehen der Behörden mehr oder weniger gewunschen. Gewerbeanmeldung ist doch keine Option für den Hobbyisten, weil mit zusätzlichen und vor allem laufenden Kosten verbunden.
Rot und Blau ist ja weniger ein Problem, solange man Dioden, Linsen, Spiegel und elektronische Bauteile bekommen kann. Aber einen hochwertigen grünen DPSS selbst zu bauen werden nur die wenigsten zusammenbringen.

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von nohoe » Fr 22 Jul, 2011 12:15 pm

Hallo

Die Büchse der Pandora ist ja bereits geöffnet. Egal wie man es bei uns nun nennen will,
"Spielerei z.B., so wollen wir unser Hobby gerne weiter betreiben und das auch nicht auf
den jetzigen Stand eingefroren. Ein Gewerbe anzumelden mag aber nur eine Verlagerung
des Problems sein. So bekommen wir dann vielleicht nach wie vor an die gewünschten Waren
aber der Sinn eines Gewerbes aus sicht unserer Raubritterburgen (Finanzamt) ist es Umsatz zu
machen ansonsten hat das Gewerbe keine Daseinsberechtigung.

Die gleiche Fazination dieses Hobby auszuüben muss doch sicher auch mal einen jungen Ingenieur
dazu bewogen haben Sachverständiger/Prüfer für Lasereinrichtungen zu werden.

Die Zuständigkeit der BG ETEM beginnt doch eigentlich nach Gewerbeanmeldung für uns
nur, wenn wir Mitarbeiter beschäftigen. Die BG legt nur die Rahmenbedingungen für den
betrieblichen Umgang mit Lasereinrichtungen fest und klaassifiziert die Gefährdung.
Daneben schult die BG als Präventionsmaßnahme die Mitarbeiter der Mitgliedsbetriebe.
Die LSB Ausbildung, dort kann man die wirklich so nennen, beleuchtet da weit mehr Aspekte
als sich ein paar Stunden einen (Werbe)Vortrag bei einer Showlaserfirma anzuhören.
Hier geht es im Wesentlichen auch um Industielaser. Prävention ist da besser als Reha.

Das denkt sich der Gesetzgeber über den Zoll wohl nun auch.

Gruß
Norbert :)
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von rayman » Fr 22 Jul, 2011 1:34 pm

Ich sehe es so wie Norbert.

Im prinzip eine lobenswerte Sache, dass der private Import von gefährlichem Pointermüll und Stepperscanner Chinalasern mit 1W Dioden endlich eingedämmt werden soll.

Und in der Tat scheinen wir Freaks dabei durch das Raster zu fallen bzw. gar nicht berücksichtigt worden zu sein.

Da wird es dringend Zeit, das nachzuholen!!

Ich darf als Privatperson Raketen bauen, Schusswaffen besitzen und schon mit 14 Jahren unter Aufsicht eines Fluglehrers (der am Boden steht) allein ein Flugzeug fliegen.
Aber Showlaser bauen? Dafür muss ich ein Gewerbe anmelden und Mitglied der BG werden.

Als Zwischenlösung wohl momentan der einzige wirklich erfolgversprechende Weg.

Aber mal ehrlich... das kanns doch wohl nicht sein.

Ein Befähigungsnachweis, Laser-Waffenschein oder Laserführerschein oder wie auch immer man es nennen will muss her.

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von Rufus2003 » Sa 23 Jul, 2011 12:31 am

"Ein Befähigungsnachweis, Laser-Waffenschein oder Laserführerschein oder wie auch immer man es nennen will muss her."

Da stimme ich zu.

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von yosh76 » Sa 23 Jul, 2011 4:18 pm

Sachkundenachweis wäre hier das Schlagwort...
Wird schon bei vielen anderen Importwaren so gemacht. Ohne Sachkundenachweis keine Einfuhr.
Gibts für Waffen, Tiere, Medikamente, gefährliche Gegenstände, Explosivstoffe, Chemikalien und und und...

Meist sind diese Nachweise bei Verbänden zu bekommen. Diese haben sich dann im Vorfeld dafür stark gemacht, dass es eben diesen Nachweis gibt, dieser anerkannt wird und somit eine Einfuhr möglich ist.
Und genau das fehlt. Eine Organisation die das übernimmt und durchsetzt.

Nen Gewerbe wird never ever reichen. Kann ja jeder 18jährige gegen kleine Gebühr anmelden.
Gruß, Hakon
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von karsten » Sa 23 Jul, 2011 4:51 pm

yosh76 hat geschrieben:Und genau das fehlt. Eine Organisation die das übernimmt und durchsetzt.
Eigentlich käme für dieses eigentlich europäische Problem die ILDA in Frage, aber aus der Richtung wird wohl eher nichts kommen.
Tja, dann müssen wir wohl, um das auf nationaler Ebene zu regeln, doch noch Laserfreak e.V. gründen und das durchzusetzen. :wink:

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von tschosef » So 24 Jul, 2011 8:51 am

moing moing...
Eigentlich käme für dieses eigentlich europäische Problem die ILDA in Frage, aber aus der Richtung wird wohl eher nichts kommen.
ich glaub "DIE ILDA" is froh, wenn nicht jeder 0815 Heini mit Lasern umgehen darf, und somit nicht als "fachmann" gilt.

Ja... Laserfreak e.V. währe wohl interessant.... kenn mich auf dem Gebiet aber wiedermal null aus, was man da nun tun müsste.

viele grüße
erich
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von jan23 » So 24 Jul, 2011 10:29 am

Moin Erich willst du dich damit befassen? Dann kannst du hier alles nachlesen. :D

http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/leitfaden.htm#1

Gruß Jan
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guido
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von guido » So 24 Jul, 2011 12:13 pm

Hi,

Laserfrak e.v. dürfte da nichts bringen...dann eher ein Nachweis über die Teilnahme an einem LSB
weils wenigstens offiziell aussieht.

Wenns nach mir ginge LSB + schriftliche Prüfung beim TÜV

Die ILDA ?? Zu welcher ernsthaften Problematik hat die denn mal den Finger ausm ArsXX
gezogen ?? Die haben keine Exikutive !! Auch nur ein Board im Grunde..

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yosh76
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von yosh76 » So 24 Jul, 2011 2:27 pm

Hi,

es geht wohl weniger um einen Verein - eher um einen Verband im Sinne eine Interessensgemeinschaft:
http://de.wikipedia.org/wiki/Interessenverband

Sofern in diesen Verband (der nicht als Verein organisiert werden muss) genügend Mitglieder (ähnlich wie bei der ILDA) angehörig sind, wird dieser ernst genommen und kann sich Mitspracherechte erkämpfen.

So ein Verband kann dann z.B. als Eintrittsvorraussetzung einen LSB vorgeben und einen Sachkundenachweis etablieren.
Dieser sollte natürlich "TÜV" fest sein und den einschlägigen Normen entsprechen. Im Besten Fall wird der Sachkundenachweis durch einen unabhängigen Sachverständigen überprüft und zertifiziert. Sowas passiert normalerweise im ersten Jahr und der MItgliedsbeitrag wird dazu verwendet.
Am Ende gibt es ein Zertifikat und der Verband kann eben behaupten, dass er x Mitglieder hat, die LSB sind und davon n Sachkunde haben und somit auf seine Legitimität als Sprecher der deutschen/ europäischen Laseristen pochen.

Wups steht nen Verband, der dann nur noch den entsprechenden Herren auf die Füsse treten muss...
Wundert mich sowieso, dass es noch nix europäisches zum Lasern gibt.

In anderen Hobbybereichen/ Gewerbebereichen gibt es Verbände für nahezu jeden Kram - und wenn es noch so kleine Interessensgebiete sind, die da vertreten werden (200 Mitglieder und co).
Gruß, Hakon
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von dstar » So 24 Jul, 2011 3:53 pm

Na welch ein Glück, wir sind hier bei Laserfreak... da wirds bis zu nem Verband mindestens 5 Jahre dauern.
Der Beschluss Pointer über 5mW zu verbannen dauerte ja auch wenigstens 36Monate... es lebe die Demokratie.

Was mir nicht ganz klar ist, warum hatte Guido Probleme bei der Einfuhr?
Der erfüllt als Gewerbetreibender, mit einem fachbezogenem Shop, belegbarer Sachkenntnis seit über 10 Jahren, einem weiteren Job in der Elektronikbranche, sowie ner gültigen Zollnummer über die schon reichlich Laserequipment in beide Richtungen verschickt wurde, ja nu wirklich alle denkbaren Kriterien, um nicht als dusselige Privatperson zu gelten!?
Weiterhin ist er Mitglied der ILDA, was ihn ja nu entgültig in den Augen eines Null-Ahnung-Beamten als Profi darstellen sollte.

Oder dürfen neuerdings nur noch Mitarbeiter des TÜV und der Großindustrie Handel betreiben?
Das erinnert mich irgendwie an die Zeit, als wir unsere Grafikrechner-Schrauber-Bude fast dichtmachen mussten, weil uns vorgeschrieben wurde, dass wir plötzlich einen E-Ing einstellen müssen,
weil da ja Netzteile eingeschraubt werden.
Christian
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lucas
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von lucas » Mo 01 Aug, 2011 9:53 am

Also ich habe vor drei Wochen Laser in China bestellt, nach etlichem heckmeck mit Laserwarnaufklebern und CE Stickern, sowie Handbuch in deutsch... sind die Köpfe heute morgen anstandslos durch den Kölner Zoll gelaufen und sind jetzt auf dem UPS Fahrzeug in der Zustellung.
Danke an die Leute hier mit all den Hinweisen. Ich schätze ohne dies hätte ich heute morgen mehr ärger gehabt :)

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medusa
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von medusa » Mo 01 Aug, 2011 1:37 pm

Ich finde das mit dem Sachkundenachweis auch erstrebenswert.

Meine bisher einzige Bestellung in China brachte mich ohne Probleme in den Besitz einer 40W-CO2-Laserröhre. Die war vom Versender als "glass sample - no commercial value" deklariert (den Rest dürft ihr euch denken, ich werde nicht deutlicher). Laserwarnaufkleber sind sogar drauf - in chinesisch.
Wer schon mal auf YouTube gestöbert hat, weiß, was Pointerkiddies sich aus solchen Röhren bauen können. Zumal es die passenden Schaltnetzteile auch in China gibt, dann noch eine PC-Wasserkühlung dran und schon wird Mamas Rasen bei 10,6um gestutzt.

Ehrlich: ich bastel seit 25 mit Lasern, aber solche Dinge sind mir zu einfach. Mein Gewissen nötigt mir ab, mich in der nächsten Zeit nach einer LSB-Schulung umzusehen, wenn ich Laser dieses Kalibers besitze. Eine Art Waffenschein wäre m.E. wirklich angebracht.

~medusa.
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von goamarty » Mo 01 Aug, 2011 1:41 pm

Und? - Hättest du bei deiner Bestellung gerne mehr Troubles und Kosten gehabt? Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

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medusa
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von medusa » Di 02 Aug, 2011 12:33 pm

Nein.

Aber die einfache Frage nach meiner Sachkenntnis bzw. seinem Nachweis wäre bei der Transaktion eines solchen "Geschützes" schon angebracht gewesen. Ich hätte ja schließlich auch ein 13-jähriges Pickelkid gewesen sein können, daß die Nachbarskatze abzuknallen plant. Ebay und Paypal machen's möglich.

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von caddyboy55 » Mo 08 Aug, 2011 12:10 am

also ich habe mir einen laserpointer im italien urlaub gekauft drauf steht klasse 3, <100mW. ich habe (bzw hatte) keine ahnung davon, find laser sehen schön aus und hab ihn mir für 16€ gekauft. ich wusste schon vorher das man das nicht in die augen strahlen darf und flugzeuge blenden oder so hatte ich eh nie vor. aber das man die einfach so kaufen kann da war ich schon überrascht... das war in rom an soner treppe wo haufenweise touris langlaufen und da laufen halt auch flüchtlinge rum die billiges spielzeug und laserpointer verkaufen. der ist jetzt aber schon mehr oder weniger ziemlich kaputt
weil die qualität halt auch nicht gut ist.
wollt halt nur mal schreiben und veranschaulichen wie einfach es ist an so ein teil zu kommen...

gruß marco

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Re: Import von Lasern..

Beitrag von nohoe » Mo 08 Aug, 2011 9:58 am

Hallo
...daß die Nachbarskatze abzuknallen plant...
Ja, die Katze einer Mieterin hatte auch bei mir gewisse Gewaltneigungen
ausgelöst als ich durch den dunklen Hausflur ging und die Katze meinte
mir den Arm zerkratzen zu müssen. Da dies aber vor meiner Laserzeit war
musste ich dies anders regeln.

Habe mich nach der Attacke umgedreht und habe die Flurtür geschlossen um eine Flucht der Katze zu verhindern.
Bin in die Backstube gegangen (Elterlicher Betrieb war eine Bäckerei passend zum Namen Hörnchen) und habe einen
25 Liter Eimer mit kühlem Wasser gefüllt (wir hatten da ca. >25 Grad Aussentemperatur). So 20 Liter habe ich da etwa eingefüllt
und mit dem Eimer bin ich dann zürück in den Flur. Zuerst habe ich das Licht eingeschaltet um die Katze zu sehen.
Sie hockte genau in einer Ecke. Vorsichtig entfernte ich noch einen Rollwagen für Backwaren der nicht unbedingt
nass werden sollte und legte die Katze in der Ecke frei die nun bei Licht garnicht mehr so mutig aussah.
Dann schüttete ich 20 Liter Wasser Richtung Ecke. Das Wasser landete einen Volltreffer. Das Geräusch war unbeschreiblich.
Die Tür hatte ich diesmal aufgelassen so das die triefend nasse Katze raketenartig an mir vorbeischoss.

Seitdem machten das Vieh einen großen Bogen um mich und trat die Flucht an wenn ich mich ihr näherte.
Normal mag ich Katzen und Hunde und sonstige Tiere, nur eben diesen Stubentiger nicht.

@caddyboy55
So leid mir das auch für den Besitzer tut, aber ich bin froh das diese miesen billigen Hochleistungspointer
nicht lange halten.

Gruß
Norbert :)
http://www.nohoe.de/gallerie
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von toni007 » Mi 08 Feb, 2012 7:54 pm

Hallo Kollegen!

Ich grabe mal den alten Thread wieder aus.

So wie ich mir das in stundenlanger Recherche angelesen und antelefoniert habe ist es überhaupt nicht möglich als Privatmann Lasergeräte aus Nicht-EU-Ländern zu importieren.

1. Der Zoll lässt keinerlei Elektronik ins Land ohne CE, RoHS, WEEE. Zu CE gehört zwingend auch eine deutsche Bedienungsanleitung mit deutschen Sicherheitshinweisen zur bestimmungsgemäßen Verwendung. Eine CE-Konformitätserklärung muss der Ware beiliegen. Das gilt selbst für einfache Waren wie Taschenlampen oder USB-Kabel...

2. Lasergeräte mit einer Ausgangsleistung von mehr als 1mW dürfen nicht an Privatpersonen abgegeben werden, auch wenn eine korrekte CE-Konformität vorliegt. der Import ist nur für Firmen mit Laserschutzbeauftragtem zulässig.

3. Zu Lasergeräten zählen nicht nur Laserpointer, sondern auch Module und sogar nackte Laserdioden.

4. Elektronische Bauteile ohne CE-Pflicht müssen RoHS-konform sein, das muss durch ein Zertifikat nachweisbar sein.

Unser Zollamt hat die Anweisung alle Elektronikartikel ohne CE einzubehalten und zur Klärung das Regierungspräsidium einzuschalten. Der Beamte des RP hat mir heute bei einem Telefonat den Sachverhalt wie oben beschrieben erklärt.

Das wars also mit Laserbauteilen aus Asien. Ich wollte mir eine blaue Osram-Diode PL 450 in China bestellen, aber das kann ich jetzt wohl bleiben lassen. Kennt jemand einen deutschen Händler bei dem ich als Privatperson eine solche Diode beziehen kann? Natürlich soll sie keine 500 Euro kosten...

Traurige Grüße
Joachim

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lightwave
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Re: Import von Lasern..

Beitrag von lightwave » Mi 08 Feb, 2012 8:03 pm

Hallo Joachim,

im der Theorie mag das von Dir geschriebene ja stimmen, aber die Praxis zeigt ganz andere Sachverhalte.
Grüße, Georg~lightwave


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