Lasergravur Sicherheit

Alles zum Thema "sicherer Umgang mit Lasern", Gefahren, gesetzliche Vorschriften und Normen.

Moderator: ekkard

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Phreak87
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Lasergravur Sicherheit

Beitrag von Phreak87 » Mo 16 Sep, 2019 10:25 am

Hallo Leute,

ich habe vor meine CNC Fräse mit einem China-Laser, Klasse 4- 3500mW, Blau auszustatten.
Sicherheit muss an erster Stelle stehen, ich konnte jedoch bei Google leider nichts zu
meinen Fragen finden. Bin auch ein totaler Neuling in dem Thema, deshalb hier meine Fragen:

Ich habe für die Justierung der Z-Achse zwei rote <5mW Linienlaser verwendet. diese strahlen direkt auf Aluminium.
Ist das schon gefährlich wenn der Strahl bei 5mW gefächert ist - Ist also hier schon ein Schutz erforderlich?

Sicherheitshalber wurde die CNC für Gravurarbeiten in ein blickdichtes Holzgehäuse mit Sicherheitsabschaltungen eingebaut.
Jetzt stellt sich mir nur die Frage ... wie soll ich den Laser auf das Werkstück einstellen?
Dass bei 100% Leistung das Gehäuse immer geschlossen sein muss ist sowieso klar.

In den Videos auf Youtube wird die Laserleistung logischerweise auf ein Minimum reduziert um den Fokus einzustellen.
Bei dem Laser liegt eine Schutzbrille bei, grünes Plexiglas, China Qualität. Jedoch traue ich dieser Brille nicht über den Weg.
Bei der einen Brille bin ich mir nicht mal sicher ob diese auf blaue Laser (450nm) ausgelegt ist.

- Sind die rechnerischen 35mW (bei 1% Leistung) schon problematisch?
- kann ich die beigelegte Brille zum scharfstellen bei reduzierter Leistung verwenden? (angenommen es ist eine 450nm Brille)
- Welche alternative Brille ist für reduzierte Leistung für das scharfstellen geeignet (Schutzklasse etc.)?
- (rein Informativ) - was würde ich für eine Brille/Schutzklasse benötigen wenn das Gehäuse bei 100% Leistung geöffnet wäre?
- Hab ich was vergessen, muss ich noch etwas zusätzliches beachten?
- Wie macht ihr es?
- Weitere Tipps/Links

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

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ekkard
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Re: Lasergravur Sicherheit

Beitrag von ekkard » Mo 10 Feb, 2020 11:19 pm

Die roten, "<5mW" Laser (Klasse 3R evtl. Klasse 2M) sind vermutlich augensicher bei indirekter Beleuchtung. Also: Nicht in den Strahl blicken.
Du schreibst, der blaue Laser ist gekapselt. Es bleibt also das Justieren. Kann man die Laserleistung nicht so weit dimmen, dass das blaue Leuchten gerade noch sichtbar ist? Also in den Bereich von einigen Mikrowatt? Das wäre dann Laserklasse 1 und bei kurzer, indirekter Bestrahlung ungefährlich.
Du kannst ja die angeblich zu diesem Zweck zur Verfügung gestellte Brille in den Strahl halten. Kommt da noch etwas durch? (Alles immer bei niedrigster Laserleistung! Das Auge ist empfindlich genug, denke ich).
Es gibt Laser mit einem Pilotlaser im selben Strahlengang. Dann kannst du mit den roten Lasern fokussieren. Der blaue macht dann dasselbe.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard

sonderr
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Re: Lasergravur Sicherheit

Beitrag von sonderr » Mi 19 Feb, 2020 12:38 pm

Danke, dass wüsste ich nicht, dass man so viel Sicherheit braucht, habe das Forum auch letztns auf Google gefunden und finde es super! :)

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VDX
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Re: Lasergravur Sicherheit

Beitrag von VDX » Mi 19 Feb, 2020 2:48 pm

... den Fokusabstand stelle ich meist mit einer "Fokus-Höhen-Lehre" ein, die ich auf das Teil stelle und dann den Laser knapp auffahren lasse.

Zur 0-Punkt-EInstellung - entweder mit weiniger Strom als den "threshold"-Strom -- dann leuchtet das Teil noch als "LED", noch nicht als Laser ... oder ich lege etwas leicht zu schneidendes, wie Karton oder Moosgummi auf, schneide die Außenkontur des Teils oder einfach nur einen Paßwinkel aus - und lege das Teil dann in den Ausschnitt.

Oder ich habe eine Kamera eingebaut :freak:

Viktor
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