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Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 11:22 am
von JETS
Hat zufällig jemand von euch einen pikosekundenlaser, z.B. für tattooentfernung, den er mir günstig verkaufen oder für ein paar Versuche zur Verfügung stellen könnte?
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 2:32 pm
von VDX
... ich hatte mir von JPT einen "grünen" 20Watt-Pikosekundenlaser für 2k€ pro Monat für 2 Monate (für die Firma) ausgeliehen und wegen Leferverzögerung dann 4 Monate damit experimentieren können.
Was willst du damit machen?
Viktor
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 3:27 pm
von JETS
Hallo Viktor, ich möchte versuchen schwarzes Material z.B. Kleber zwischen zwei klaren Schichten spröde zu bekommen um Kanäle für Miniaturventile zu generieren.
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 5:11 pm
von VDX
... ich mache mehr als das mit einem 30W-MOPA-Faserlaser (muß aber kein MOPA sein).
Ich beschichte Mikroskop-Glasträger z.B. mit Lack (schwarzer Lack, Ofenfarbe oder andere Spray-Farben) oder mit Kupfer oder mit anderem Material, welches ich von vorbeschichteten PET-Bändern "rüberdampfe".
Die Schichtdicken dabei sind einige Nanometer bis einie Mikrometer dick.
Die XY-Auflösung des Faserlaser mit der "normalen" Optik beträgt um 40 Mikrometer (Spot-Durchmesser um 30µm) über enen Scanbereich von 110x10mm.
Mit einer kleineren telezentrischen "Mikro-Galvooptik" habe ieinen Spot-Durchmesser von um 7-10 Mikrometer über einen Scanbereich von um 6x6mm.
Das "rüberdampfen" bzw. "Spray-Beschichten" hat eine etwas gröbere Auflösung als die Spot-Durchmesser und je nach Abstand zwischen Träger und "Target-Oberflöche" einen unscharfen Rand.
Wenn ich die so vorbeschichteten Glasträger direkt lasere, dann bekommen ich "scharfe" Ränder und bei höchster Auflösung asergravier-Linien mit der jeweiligen Breite des Laserspot-Durchmesseers (also 30µm oder 7µm breit.
Wenn du dazu mehr lesen willst, dann such mal nach "LIFT" oder "LIFT-Off" ... oder schau dir meine Beiträge zu den Themen in den Foren an, wo ich was dazu über meine "Basteleien" gepostet hatte ...
Übrigens -- mit der "Mikro-Galvooptik" mit dem 7µm-Laserspot ist die Energiedichte im Spot so hoch, daß ich auch durchsichtiges Material verdampfen/wegdampfen kann -- das heißt, ich kann damit auch schon "Glas-Innengravur" machen.
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 5:18 pm
von VDX
... mit dem grünen Pikosekunden-Laser hatte ich in braungelbes Kapton-Tape "Mikro-Kanäle" mit 60-100µm gelasert, weil sie damals den Vorschub einer schwarzen Flüssigkeit in den Kanälen unter dem Mikroskop beobachten/messen wollten.
Inzwischen habe ich auch schwarzes Kapton-Band gefunden -- meine anderen Kapton-Bänder sind 50µm dick (Tesa-Band hat 40µm) ... das schwarze Band muß ich mal ausmessen - ist vom Gefühl her eher wie Tesa, also evtl dünner als 50µm
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 6:20 pm
von JETS
Sehr interessant und professionell, vermutlich für das was ich vor habe ein paar Größenordnungen zu fein

aber was in klein geht, geht meistens auch in größer.
Ich habe mir noch nichteinmal Gedanken zum Material gemacht da ich ganz bei null anfange.
Ich glaube ich muss dich irgendwann mal besuchen kommen. Deine Möglichkeiten scheinen immer grenzenlos.
Re: Pikosekundenlaser
Verfasst: So 30 Aug, 2026 7:39 pm
von VDX
... hab dir gerade eine PN mit meiner Handynummer geschickt - per Telefon können wir uns bestimmt schneller austauschen, was du vorhast