Messgerät zur Lasersicherheit ?

Alles zum Thema "sicherer Umgang mit Lasern", Gefahren, gesetzliche Vorschriften und Normen.

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lightwave
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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von lightwave » Di 20 Jul, 2010 12:49 pm

Sehr interessante Diskussion hier!

Was Erich aber vergessen hat (oder?): Dein Raumverdoppelungspiegel ist a) keine Oberflächenspiegel, b) sicherlich leicht schmutzig. Da wärs interessant, was der schon mal an Leistung geschluckt hat.
Grüße, Georg~lightwave


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tschosef
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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von tschosef » Di 20 Jul, 2010 3:37 pm

Was Erich aber vergessen hat (oder?): Dein Raumverdoppelungspiegel ist a) keine Oberflächenspiegel, b) sicherlich leicht schmutzig. Da wärs interessant, was der schon mal an Leistung geschluckt hat.
das is ja bekant!
Ohne nebel hab ich 600 mw CW RGB Beam gemessen! (über spiegel mit Dreckigen Galvos usw... ... alles in allem zusammen)

mit nebel hab ich dann weniger gemessen.. siehe post.

Gruß derweil
Erich
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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von max-84 » Di 03 Aug, 2010 10:09 pm

So, bin jetzt auch mal dazu gekommen eigene Messungen zur Nebel Thematik zu machen.

Aufbau:
Dachboden, Laser 100mW 532nm, Messgerät Fildmaster mit LM2 (ungeeicht), Entfernung ca. 11m, Nebel mit Unique 2.

Der Strahl passte nicht ganz auf den Sensor, so dass ohne Nebel 75,4mW gemessen wurden.

Meine Ergebnisse fallen leider trotz der größeren Entfernung deutlich geringer aus. Vielleicht ist es auch teilweise Wällenlängen abhänig, bestimmt wird die Nebelart das meißte ausmachen.

leichter Haze, ich würde mal sagen minimal für ne Show: 64,3mW 85%
"normaler" Haze, gute konzentration zum Show kuken: 51mW 68%
starker Haze, ich würde es mal als Maximalfall bezeichnen: 31mW 41%
quasi Nebel, unpraktikabel, man sieht schon den Nebel um den Strahl Leuchten: 2mW 3%

Mit Sicherheit braucht man noch weitere Vergleichsmessungen um genaueres zu sagen. Für mich heist das ganze aber schonmal, das mal abgesehen von der Bestimmung und Garantie der Nebeldichte, nicht mehr als ein kleiner Sicherheitsfaktor rausgeholt werden kann. Halbierungen oder Viertellungen der Leistung wären Sicherheitstechnisch sehr intressant gewesen und würden aufwendiges Nebel überwachen rechtfertigen. Bei 15% ist das aber für mich nur ein kleiner Sicherheitsfaktor, mit dem ich aber nicht groß rechnen kann.

Gruß Max

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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von tschosef » Mi 04 Aug, 2010 9:34 am

Halli hallo...


schön, dass sich auch noch andere damit befassen, das is schon mal gut.
deine Ergebnisse zeigen doch, dass es da ne gewaltige "bandbreite" gibt. Beim durchlesen des Threads ist mir gleich durch den kopf gegangen "nur grün".... hmmm....

es ist ja bekannt (je nach tröpfchengröße) dass die ganze angelegenheit Streuung stark von der Wellenlänge abhängig ist.

bei RGB kann man ja nur durch nebel quasi dafür sorgen dass nach einigen metern gar kein blau mer im strahl ist... grün noch wenig, rot dagegen kaum geschwächt. Das is ja der Grund, warum der sonnenuntergang so rot ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Streuung

ich sag ja, da könnte man vermutlich ne "Wissenschaftliche Arbeit" draus machen (nebelarten, wellenlängen, Dichte usw...)

Viele Grüße derweil
Erich
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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von pardini » Mi 04 Aug, 2010 11:22 pm

Hi,

Vorsicht (off Topic on)

deswegen Nebeldichte messen und automatisch neuen Farbabgleich machen!

(off Topic off)

angehalten durch dieses Thema habe ich im selbstlosen Selbstest die gleichen Erfahrungen gemacht und mich ohne Nebel dem Laser gestellt. Feststellung: das geht gar nicht, MZB (wie ja auch jede Berechnung aussagt) deutlich überschritten. Unangenehme Blendwirkung . Mit Nebel über 35m Distanz gefühlt genau richtig. Nach Helligkeit der Lichtklekse an der Wand noch 25-30% gegenüber ohne Nebel, womit MZB wieder passen würde.

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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von tschosef » Do 05 Aug, 2010 9:38 am

selbstlosen Selbstest die gleichen Erfahrungen gemacht und mich ohne Nebel dem Laser gestellt.
mutig mutig :-) so muss es sein... ein richtiger Artzt nimmt immer als erstes das gerade erfundene Medikament :-)
Die erfahrung hab ich auch gemacht... ohne nebel wird so ne anlage sehr schnell richtig unangenehm. erstens kann man kaum erahnen wann überhaupt etwas übers auge streicht. zweitens ist dies dann deutlich heller als man es gewöhnt ist.

Gruß derweil
Erich
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Re: Messgerät zur Lasersicherheit ?

Beitrag von Dr.Ulli » Do 05 Aug, 2010 12:52 pm

Rayleigh-Streuung erklärt aber nicht (alleine) die Streuung an Nebel! Denn die R.-S. beschreibt die Streuung von Licht an Partikeln, die wesentlich kleiner als die Licht-Wellenlänge sind - also an den Gasatomen, bzw. Molekülen...

Hat man größere Partikel im der Größenordnung der Lichtwellenlänge, dann spricht man vom Mie-Streuung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mie-Streuung

Bei Teilchen, so wie es beim Nebel ist, spricht man vom "Tyndall-Effekt" (welcher auf der Mie-Streuung beruht):
http://de.wikipedia.org/wiki/Tyndall-Effekt

Werden die Teilchen noch größer, dann bekommt man es mit der Beugung zu tun....

Gruß!
Ulli
Alt ist man, wenn man mehr an die Vergangenheit als an die Zukunft denkt.

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