Laser fotografieren . .

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guido
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Laser fotografieren . .

Beitrag von guido » Di 28 Feb, 2006 7:43 pm

Hallo,

ich sitze hier und XXXXX ins Eck. Als stolzer Besitzer einer Kodak DX4530 ( Ideal-Standart 5 MPixel ) hab ich echte Probleme beim Knipsen von Laserbildern. Die meisten von euch haben sicher auch keine 500 Euro Kamera bei der man wie beim Spiegelreflex Blende/Zeit einstellen kann sondern auch automatisch knipst. Meine Frage: Welche Einstellungen verwendet ihr ??

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vakuum
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Beitrag von vakuum » Di 28 Feb, 2006 7:57 pm

würde mich auch brennend interessieren....


hab bis jetzt nur entdeckt wie man ne Digicam zerschiessen kann :roll:

schobi
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Beitrag von schobi » Di 28 Feb, 2006 8:43 pm

Hallo,

also als erstes mal der Hinweis dass die Gefahr von Pixelfehlern durchaus real ist, wie Vakuum schon sagte. D.h. nicht nur im Moment des Abdrückens, sondern auch während der Motivsuche darauf achten dass der Strahl nicht direkt auf das Objektiv trifft. Kann man leicht vergessen wenn man die Digicam einschaltet und dann auf der Suche nach einer guten Perspektive rumspaziert.

Was natürlich auch klar sein sollte: Eine Digicam erzeugt Standbilder, also auch nur stehende Laserbilder fotografieren. Ein Bild aus einer bewegten Show wird unscharf, was in den meisten Fällen unerwünscht ist.

Problem speziell bei den günstigen Digicams ist die geringe Lichtempfindlichkeit, aber genau das ist gefragt beim Fotografieren von Lasern. Bei dem wenigen Licht macht die Kamera die Blende ganz auf was zu einer geringen Tiefenschärfe führt. Weil dadurch immer noch zu wenig Licht auf den CCD Chip fällt muss auch noch relativ lange belichtet werden. Um Verwackler zu vermeiden empfiehlt sich ein Stativ (Auflegen auf dem Tisch tuts auch). Das Bildrauschen nimmt zu; ausserdem verschwimmen mit zunehmender Belichtungszeit die sich langsam bewegenden Nebelschlieren zu einer homogenen Suppe. Andererseits beschönigt eine lange Belichtungszeit auch unerwünschte Effekte wie das "Grieseln" von blauen DPSS, weil der Frame während der Belichtung mehrmals gescannt wird.

Konkrete Vorschläge für Einstellungen kann ich leider keine machen, ich denke dass variiert auch stark zwischen den Kameramodellen. Ich habe zwar eine schon etwas ältere Digicam, aber dafür mit manuellen Modi. Ich verwende meist die Blendenautomatik mit 1/8 Sekunde Belichtungszeit. Ich könnte mir vorstellen dass bei einer Automatik-Kamera eine "Sonnenuntergangseinstellung" noch die besten Ergebnisse bringt.

Gruß Tobias

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Beitrag von chw9999 » Di 28 Feb, 2006 9:32 pm

Moin,

ich fotografiere immer mit manueller Einstellung meine Laser... Dabei bevorzuge ich längere Belichtungszeiten (>1 s) , um die Strahlen gleichmäßiger im Nebel zu "sehen" und nicht nur einzelne Schwaden, die gerade durch einen Teil eines Strahls gehen. Um bei der längeren Belichtungszeit das Rauschen gering zu halten, empfehle ich eine geringe ISO, 100 oder weniger, je nach Kamera. Logisch, bei diesen Belichtungszeiten muss man ein Stativ benutzen, und am besten eine Fernsteuerung, falls vorhanden, oder die Verwendung des Timers. Auf dem Stativ dreht man die Kamera zur Seite, wenn man ein neues Bild einstellt, dass schont die Pixel bei Streifschüssen ;-)

Um das Überbelichten zu kompensieren (immerhin geht meine Cam bis auf f1.8 runter) gehe ich mit der Blende nach oben. 10 sind keine Seltenheit. Ich habe auch schon mit Neutralgrau fotografiert...

Ah, und noch was, bei den Lichtverhältnissen kann man sich nicht immer auf den automatischen Weißabgleich verlassen, viele sind zu blaustichig. Hier hilft manchmal die "Bewölkung"-Einstellung, um mehr Rot zu erhalten.

Kein volles Zoom, kein extremes Weitwinkel.

Am besten mit einem Grating testen, dann kann man so richtig rumspielen ;-)

Ich empfehle außerdem Stereofotografie, bei der man das gleiche Motiv mit ein paar Winkelgraden Abstand aufnimmt. Siehe Beispiel, das gibt Tiefe. Wäre auch mal ein Projekt für zwie Videocams - ein Stereoskopischer Film :-)

Cheers
Christoph
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Beitrag von chw9999 » Di 28 Feb, 2006 9:40 pm

Sach mal, Guido, meinst Du eigentlich Beam-Bilder oder Grafiken? Ich bin im vorherigen Post von Ersterem ausgegangen...

Bei Letzterem sieht es natürlich anders aus, kleinste Blende, kein Zoom, nahe drann an die Leinwand/Wand und kurze Belichtungszeiten, ca. 1/25 sec (=1 Frame bei 25fps), je nach Frequenzen.


Cheer
Christoph

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Beitrag von schobi » Di 28 Feb, 2006 11:35 pm

Aha, ich seh schon, die Geschmäcker sind verschieden... gut sichtbare Nebelschlieren, das ist genau das was mir gefällt, deswegen versuche ich die Belichtungszeit kurz zu halten. Ein einheitlicher Nebelbrei, das finde ich irgendwie langweilig :wink:

@Christoph: Guido wollte eigentlich Tipps für EINFACHE Kameras, da gibt es bestenfalls Standardprogramme zur Auswahl, also nix mit manueller Einstellung.
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Beitrag von da2001 » Di 28 Feb, 2006 11:53 pm

Ich komm gerade nicht auf die Kodak Webseite, sonst hätte ich selbst geschaut. Hast du eventuell ne "Dämmerungs" bzw. Nachtfunktion? Bei dieser Funktion wird die Blende weit geöffnet und eine lange Belichtungszeit genutzt. Somit kannst du schöne stehende Beams einfangen
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Beitrag von chw9999 » Mi 01 Mär, 2006 6:52 am

Schobi hat geschrieben:@Christoph: Guido wollte eigentlich Tipps für EINFACHE Kameras
Oh, ich verstand den Satz
Guido hat geschrieben:Die meisten von euch haben sicher auch keine 500 Euro Kamera bei der man wie beim Spiegelreflex Blende/Zeit einstellen
so, dass die meisten wohl keine haben, er aber schon...
Vergleichbar mit "Ihr habt ja aber auch überhaupt keine Ahnung, um was es geht", was nciht bedeutet, dass der Aussprechende auch keine Ahnung habe ;-)

Tja, bei Automatik würde ich versuchen, mittels "vorbeizielen" die richtige Belichtung zu erwischen, da beim Zielen auf den Austritt die Kamera geblendet und die Bilder in der Folge machmal zu dunkel werden...

Meine Kam findet bei solch dunklen Geschichten und Laserlicht auch manchmal nicht den richtigen Fokus (naja, kann man ja einstellen ;-)), gibts das Problem auch bei anderen?

Ist es nicht schön, dass man digitale Bilder nur mit Zeit, aber nicht mit Geld bezahlen muss? Je mehr Bilder man macht, umso billiger wird die Kamera (pro Bild) :-)

Cheers
Christoph

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Beitrag von tschosef » Mi 01 Mär, 2006 7:53 am

hai hai..


Ich empfehle außerdem Stereofotografie, bei der man das gleiche Motiv mit ein paar Winkelgraden Abstand aufnimmt. Siehe Beispiel, das gibt Tiefe. Wäre auch mal ein Projekt für zwie Videocams - ein Stereoskopischer Film Smile
ich hoff das wird nicht zu OFFTOPIC:...

Ja.. das mit dem Stereo Film gefällt mir SEHR GUT!!!


es gibt dabei nur 2 Probleme:
1) wie nimmt man das ganze auf
2) wie spielt man das ganze wieder ab

zu 1)
es müssten wohl 2 Kameras verwendet werden. Bei der Widergabe müssten sie irgendwie synchronisiert werden.... oder die bilder müssten je nach Wiedergabemethode evtl miteinander verrechnet werden.

zu 2)
Wir hatten mal Versuche ausgestellt (Einkaufszentrum):

3D Bilder mit 2 Diaprojektoren jeder Projektor hatte jeweils das Bild für linkes und rechtes Auge, UND einen Polfilter dazu. Die Leinwand, auf die beide Bilder übereinander projiziert wurden, war ein VA Blech (MUSS LEITFÄHIG sein, damit Polarisation erhalten bleibt) und mit Polfilterbrille wurde geguckt.. Sehr geil.

Das würde auch mit 2 Beamer klappen, aber NUR DLP Technik, da TFT ja schon polarisiert ist.

ODER.. ich hab mal auf einer Messe einen 3D Motitor gesehen. der war extrem fetzig, dieser machte das jeweils linke pixel für das linke auge das daneben liegende für das rechte auge und so weiter.
eine art Fresnelllinsenähnliche Struktur auf einer Folie (kleine Prismen auf der Folie) die auf der Scheibe des Monitors war, sorgte dafür dass das jeweilige Auge das dafür vorgesehene Bild sah. Pluspunkt: eine Augenerkennung sorgte dafür, dass die Korekten Pixel hinter dem jeweiligen Prisma für die Augen passend angesteuert wurden.
Is aber leider etwas aufwendig.

Hmm.... was gäbe es denn sonst noch für methoden?
Vielleicht ne VirtualREality Brille mit 2 Displays?

Viele Grüße
Erich
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Beitrag von chw9999 » Mi 01 Mär, 2006 7:57 pm

zum Thema Stereo:

s. viewtopic.php?p=63110#63110

Cheers
Christoph

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